Die wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten & Insider Tipps | Reiseblog Urban Meanderer
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In meinem Jerusalem Reisebericht stelle ich dir die Jerusalem Sehenswürdigkeiten und Insider Tipps vor. Dazu gehört auch dieser Ausblick vom Ölberg.

Die wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten & Insider Tipps

Jerusalem ist ohne Frage eine der interessantesten Städte, die du besuchen kannst. Du stolperst förmlich ständig über einige der historisch bedeutsamsten Stätten der Welt. Es bestehen religiöse, politische und kulturelle Reibungen, welche die Stadt so spannend, gleichzeitig jedoch zu einem Pulverfass machen.

 

Für Abermillionen von Menschen ist Jerusalem das spirituelle Zentrum der Welt. In besonders großem Ausmaß gilt dies für Juden. Aber auch Moslems finden hier mit dem Felsendom die drittheiligste Stätte ihres Glaubens. Christen wiederum können in der Stadt auf den Pfaden von Jesus Christus wandeln und an einige der wichtigsten biblischen Orte pilgern.

 

Nicht umsonst wird Jerusalem in drei Weltreligionen als die Heilige Stadt bezeichnet: Im Judentum wird von „ir HaKodesh“, im Christentum von „Terra Sancta“ und im Islam von „el-Kuds“ gesprochen.

 

Rings um die unzähligen heiligen Stätten stößt du auf wunderschöne Plätze und uralte Gassen, die sich auf Hügeln und in Tälern mit toller Vegetation befinden.

 

Für mich waren die vier Tage in Jerusalem das absolute Highlight meiner zehntägigen Reise durch Israel. Der Stadt gelang es, mich total in ihren Bann zu ziehen, obwohl ich vor meiner (übrigens einem Flugschnäppchen zu verdankenden) Israel-Rundreise nie ernsthaft in Erwägung gezogen hatte, Jerusalem zu besuchen. Die gefühlt besonders hohe Sicherheitsproblematik ließ überhaupt nicht erst den Gedanken an eine Reise nach Israel zu.

 

Nach einiger Recherche hatte ich die übertrieben großen Sicherheitsbedenken für mich jedoch als Vorurteil aus der Welt geschafft. Als meine Reise nach Jerusalem damit realistisch wurde, konnte ich meine Freude und Neugier kaum im Zaum halten. Jerusalem ist einer der speziellsten Orte der Welt. Und genau das spürt man bei der Erkundung der Stadt.

 

So hätte ich z. B. niemals mit einer so hohen Anzahl an orthodoxen Juden gerechnet, die mit ihrer traditionellen Kluft das Straßenbild einiger Viertel prägen. Teilweise fühlte ich mich aufgrund der in Jerusalem gelebten Traditionen um Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt.

 

Fest steht für mich: Ein Besuch von Jerusalem dürfte niemanden kalt lassen und noch Jahre nachhallen. Dafür ist kein Glaube bzw. keine Religiosität notwendig, wofür ich ein lebendiges Beispiel bin.

 

Mit dem folgenden Jerusalem Reisebericht möchte ich dir ermöglichen, die Stadt, die von Reisegruppen samt Reiseführern belagert zu sein scheint, individuell erkunden zu können. Dafür habe ich dir unterhalb des Artikels eine Karte mit Markierungen aller hier genannten Jerusalem Sehenswürdigkeiten eingefügt. Am besten starten wir jetzt mit ihrer Erkundung am Ölberg.

 

Der Großteil der Jerusalem Sehenswürdigkeiten befindet sich in der Altstadt und auf dem Ölberg.

Die Altstadt von Jerusalem ist voll von atmosphärischen Gassen

 

 

1. Die Jerusalem Sehenswürdigkeiten im Kidrontal und auf dem Ölberg

 

Seit Jahrzehnten starten christliche Pilger ihre Prozession auf dem Ölberg. Von diesem aus pilgern sie entlang der auf ihm befindlichen biblischen Stätten, ehe sie auf der anderen Seite des Kidrontals durch das Löwentor die Jerusalemer Altstadt erreichen. Dort stoßen sie nach wenigen Metern auf die ersten Stationen des Kreuzweges, der schließlich bei der Grabeskirche endet.

 

Ich war nicht zum Pilgern in Jerusalem. Dennoch bildet diese klassische Route auch für Nicht-Christen einen optimalen Start für Streifzüge durch Jerusalem. Fast ein Dutzend weltberühmte Jerusalem Sehenswürdigkeiten säumen die Wege auf dem Ölberg, auf dem Jesus Christus seine letzten Stunden in Freiheit verbracht haben soll.

 

Hinzu kommt: Wenn dir die zahlreichen unvergesslichen Ausblicke vom Ölberg über das Kidrontal auf die Altstadt nicht mehr Lust auf Jerusalem machen, dann fährst du vermutlich besser gleich nach Tel Aviv weiter.

 

Die Erkundung des Ölbergs ist definitiv einer der Höhepunkte einer Reise nach Jerusalem.

 

 

Anfahrt zum Ölberg: Der Fußweg vom Löwentor bis hinauf zur bekannten Aussichtsplattform auf dem Ölberg erstreckt sich über kaum mehr als einen Kilometer und lässt sich zu Fuß in etwa dreißig Minuten zurücklegen. Die ersten Jerusalem Sehenswürdigkeiten im Kidrontal erreichst du bereits nach wenigen Gehminuten. Oberhalb des Garten Gethsemane führt eine asphaltierte Straße hinauf auf den Ölberg.

 

In der Regel warten überteuerte Taxis am Löwentor auf Fahrgäste, denen die zu bewältigende Steigung bei Hitze im Hochsommer zu anstrengend erscheint.

 

Eine Alternative kann der arabische Bus mit der Nr. 75 sein, in den du u. a. am Damaskustor einsteigen kannst. Ausgespuckt wirst du auf dem Ölberg nahe der Himmelfahrtskapelle.

 

 

Mariengrab

 

Das Mariengrab zählt zu den Jerusalem Sehenswürdigkeiten am Ölberg.

Die Treppe hinab zum Mariengrab

 

 

Im Kidrontal am Fuße des Ölbergs gelegen führt eine breite Treppe herunter zum Grab der Jungfrau Maria und damit der Mutter von Jesus Christus. In diesem Grab soll Maria gelegen haben, bis sie in den Himmel aufgefahren ist.

 

Ebenfalls im Mariengrab befinden sich die Gräber ihres Mannes Josef sowie ihrer Eltern Anna und Joachim. Die Fassade des Gebäudes stammt aus dem 12. Jahrhundert.

 

 

Öffnungszeiten: in der Sommerzeit von 5 bis 12 Uhr sowie von 14:30 bis 17 Uhr, in der Winterzeit wird das Mariengrab erst eine Stunde später um 6 Uhr geöffnet

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Verratsgrotte

 

Rechts neben dem Eingang des Mariengrabes gelegen befindet sich die Verratsgrotte, die vor allem für Katholiken eine wichtige heilige Stätte darstellt.

 

Ein Informationsposter in der Verratsgrotte zitiert Bibelstellen, denen zufolge diese Grotte der Ort sei, an dem Jesus regelmäßig betete, an den er nach dem letzten Abendmahl ging, an dem er von Judas mit dem berühmten Judaskuss verraten und an dem er verhaftet wurde.

 

 

Öffnungszeiten: täglich außer donnerstags und sonntags von 8:30 bis 12:00 Uhr und von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet, donnerstags und sonntags werden die Pforten schon um 15:45 geschlossen

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Garten Gethsemane

 

Blick vom Garten Gethsemane in Richtung der Maria-Magdalena-Kirche auf dem Ölberg.

Blick vom Garten Gethsemane in Richtung der Maria-Magdalena-Kirche

 

 

Seine Berühmtheit verdankt der Garten Gethsemane seiner Erwähnung in der Bibel. Demnach kam Jesus nach dem letzten Abendmahl mit allen seinen Jüngern außer Judas in diesen Garten, um zu beten.

 

Abgesehen von dieser biblischen Bedeutsamkeit machen uralte Olivenbäume, die kaum höher als fünf Meter sind, den Garten Gethsemane interessant. Unklar ist, ob sie bereits zu Jesus‘ Zeiten existierten. Möglich ist es jedenfalls, dass ein Olivenbaum über 2.000 Jahre alt wird.

 

 

Öffnungszeiten: täglich von 8 bis 18 Uhr, während der Winterzeit jedoch nur bis 17 Uhr geöffnet

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Kirche der Nationen (auch: Todesangstbasilika)

 

Zu den Jerusalem Sehenswürdigkeiten zählt die Kirche der Nationen.

Die Kirche der Nationen mit ihrer farbenfrohen Fassade

 

 

Die Kirche der Nationen wurde zwischen 1919 und 1924 mit finanziellen Hilfen aus zahlreichen Ländern errichtet. Sie befindet sich auf dem gleichen Grundstück wie der Garten Gethsemane. Sehenswert ist ihr farbenfrohes und riesiges Frontportal.

 

Von besonderem Interesse ist innerhalb der Kirche der Nationen (auch Todesangstbasilika genannt) ein Stein, auf dem Jesus vor seiner Verhaftung gebetet haben soll. Er ist umgeben von einer metallenen Dornenhecke und wird vor allem von Katholiken verehrt.

 

Im Inneren der Todesangstbasilika wurde auf prunkvolle Verzierungen verzichtet, um dem Thema der Angst gerecht zu werden.

 

 

Öffnungszeiten: in der Sommerzeit zwischen 8 und 12 Uhr sowie 14 und 18 Uhr geöffnet, in der Winterzeit nur bis 17 Uhr

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Maria-Magdalena-Kirche

 

Diese von 1885 bis 1888 erbaute russisch-orthodoxe Kirche mit den sieben goldenen und zwiebelförmigen Türmen ist eines der auffälligsten Gebäude auf dem Ölberg. Umgeben wird sie von sehr schönen, terrassenförmig angelegten Gärten.

 

Sehr sehenswert ist der Blick auf das zugemauerte Goldene Tor der Altstadt bzw. auf die Altstadt mit der goldenen Kuppel des Felsendoms.

 

Die relativ strenge Kleiderordnung kann übrigens schnell dazu führen, dass du deinen sommerlich freizügigen Leib mit einem der kostenlos ausgegebenen Umhänge verschleiern musst. So wird die Fleischeslust im Keim erstickt!

 

 

Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Dominus Flevit

 

Am heutigen Standort dieser 1955 erbauten römisch-katholischen Kirche soll Jesus Christus die Zerstörung Jerusalems prophezeit haben. Aber nicht nur deswegen solltest du der Dominus-Flevit-Kirche (lat. für „Der Herr weinte“) einen Besuch abstatten.

 

Der sensationelle Ausblick auf die Altstadt aus einem Fenster hinter dem Altar der Kirche darf sicherlich zu den wichtigsten Jerusalem Insider Tipps gezählt werden. Zu sehr steht er im Schatten des berühmten Ausblicks, den ich dir im folgenden Punkt beschreiben werde.

 

 

Öffnungszeiten: täglich zwischen 8:00 und 11:45 sowie 14 und 17 Uhr geöffnet

 

Kleiderordnung: Schultern und Knie sollten bedeckt sein

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Aussichtsplattform vor dem Seven Arches Intercontinental Hotel

 

Ein Jerusalem Reisebericht wäre unvollständig, würde ich nicht auf den Ausblick vom Ölberg auf die Altstadt von Jerusalem erwähnen.

Ausblick vom Ölberg auf die Jerusalemer Altstadt mit der prägnanten Kuppel des Felsendoms

 

 

Vor dem Seven Arches Intercontinental Hotel stößt du auf eine Aussichtsplattform. Von ihr aus kannst du den berühmten Ausblick vom Ölberg in Richtung Altstadt mit der prägenden Goldkuppel des Felsendoms genießen.

 

Der Blick über den jüdischen Friedhof, der sich bis hinab ins Kidrontal erstreckt, ist eines der absoluten Highlights einer Reise nach Jerusalem. (Der Zugang zum jüdischen Friedhof ist übrigens nur für trauernde Angehörige der dort Bestatteten gedacht.)

 

Einer meiner Jerusalem Insider Tipps – klein, aber fein: Ein kostenlos nutzbares Fernrohr am südlichen Rand der Aussichtsplattform ermöglicht es dir, die Umgebung genauestens unter die Lupe zu nehmen.

 

Der Jüdische Friedhof zählt zu den bekanntesten Jerusalem Sehenswürdigkeiten auf dem Ölberg.

Der berühmte jüdische Friedhof auf dem Ölberg

 

 

Paternosterkirche

 

Die um 1875 erbaute Paternosterkirche steht an dem Ort, an dem Jesus seine Jünger das Vaterunser lehrte.

 

 

Öffnungszeiten: von Montag bis Samstag zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 17 Uhr, sonntags geschlossen

 

Eintritt: etwa 2 €

 

 

Himmelfahrtskapelle

 

Ein wenig Hintergrundwissen: Jesus Christus verbrachte seine letzten Tage auf dem Ölberg. Nach seiner freitäglichen Kreuzigung und Beerdigung (Karfreitag) an der Stelle, wo sich heute die Grabeskirche befindet, verließ er am darauffolgenden Sonntag (Ostersonntag) sein Grab.

 

Noch für die vierzig anschließenden Tage verweilte er auf der Erde, ehe er der Überlieferung nach an der Stelle der Himmelfahrtskapelle zum Himmel aufstieg. Das macht die Himmelfahrtskapelle zur heiligsten Stätte des Christentums auf dem Ölberg.

 

Komplett christlich ist dieser Ort jedoch seit dem Jahre 1187 nicht mehr, da er damals von Muslimen erobert wurde, die ihn wiederum zu einer Moschee machten. Das wiederum ist dem Fakt zu verdanken, dass sie Jesus zwar nicht für Gottes Sohn, jedoch immerhin für einen wichtigen Propheten halten.

 

Zum Opfer gefallen ist dieser Tatsache jedoch das ehemals offene Dach der Himmelfahrtskapelle, das von den Muslimen mit einer Kuppel versehen wurde.

 

Bestaunen kannst du in der Himmelfahrtskapelle bzw. -moschee, deren Geschichte sich bis ins Jahr 387 zurückverfolgen lässt, den vermeintlich letzten Fußabdruck von Jesus.

 

 

Öffnungszeiten: täglich von 8:00 bis 15:30 Uhr geöffnet

 

Eintritt: 5 NIS und damit etwa 1,50 €

 

 

2. Die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt inklusive einiger Jerusalem Insider Tipps

 

Im folgenden Abschnitt nenne ich dir die wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Damit du Jerusalem individuell erkunden kannst, liefere ich dir die wichtigsten Hintergrundinfos zu ihnen und habe dir ihren Standort unterhalb des Artikels auf einer Karte markiert.

 

Eingeteilt ist die Jerusalemer Altstadt in ein Armenisches, Jüdisches, Muslimisches und Christliches Viertel. Zugänglich werden diese über sieben Tore: Neues Tor, Damaskustor, Dungtor, Löwentor, Jaffator, Zionstor, Herodestor. Das achte Tor, das sog. Goldene Tor, ist zugemauert.

 

Das Damaskustor ist für sich genommen eine der Jerusalem Sehenswürdigkeiten.

Das Damaskustor ist das größte der acht Jerusalemer Stadttore

 

 

Auf einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer finden sich zahlreiche der wichtigsten Heiligtümer der Welt. Es ist also kein Wunder, dass die Jerusalemer Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

 

Vorab zwei Jerusalem Insider Tipps, dank derer du das Treiben in der Jerusalemer Altstadt aus der Vogelperspektive betrachten kannst:

 

An der Kreuzung der St. Mark Street und der Habab Street grenzen das Muslimische, Christliche und Jüdische Viertel aneinander. So weit, so gut.

 

Viel interessanter ist die Tatsache, dass du hier eine Metalltreppe finden kannst, die dich auf die Dächer Jerusalems führt. Von dort oben kannst du das Treiben in den Altstadtgassen beobachten und einen spektakulären Ausblick auf den Felsendom genießen.

 

Ähnlich interessant ist der sog. Ramparts Walk, bei dem du die Altstadt auf der Stadtmauer (beinahe) umrunden kannst. Genaugenommen gibt es zwei Ramparts Walks: Der südliche führt von der Davids-Zitadelle bis zum Dungtor. Der nördliche Ramparts Walk wiederum verläuft vom Jaffator bis etwa zum Löwentor.

 

 

Öffnungszeiten: Beide Ramparts Walks sind samstags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Während der Sommerzeit ist der südliche Ramparts Walk zudem bis 19 Uhr, der nördliche nur bis 15 Uhr geöffnet. Freitags sind beide Walks von 9 bis 14 Uhr zugänglich. Wenn du die Stadtmauer an Samstagen oder Feiertagen betreten möchtest, dann musst du dein Ticket zudem bereits an einem der vorherigen Tage gekauft haben.

 

Eintritt: Die 16 NIS (etwa 4 €) kostenden Tickets bekommst du neben der Touristeninformation am Jaffa Tor.

 

 

Via Dolorosa bzw. Kreuzweg

 

Die Via Dolorosa zählt für Christen zu den wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten.

Die Via Dolorosa während der Abenddämmerung

 

 

Vom Ölberg gelangst du durch das Löwentor direkt auf die Via Dolorosa. Auf dieser kannst du den Leidensweg von Jesus Christus von seiner Verurteilung in der Burg Antonia bis hin zu seiner Beerdigung am Standort der Grabeskirche nachempfinden.

 

Wissen solltest du allerdings, dass es sich dabei nicht um einen Weg auf den Pflastersteinen aus Zeiten von Jesus Christus handelt, da sich die Straßenverläufe in über 2.000 Jahren naturgemäß erheblich gewandelt haben. Die Straßen des Jerusalems aus den Zeiten von Jesus dürften sich zudem etwa zwei Meter unter dem derzeitigen Pflaster befinden.

 

Die Via Dolorosa liefert damit einen symbolischen Pilgerpfad entlang von 14 Gedenkstätten, die etwa ab dem Jahre 1600 zum Kreuzweg zusammengeführt wurden. Nach der Erkundung der Jerusalem Sehenswürdigkeiten auf dem Ölberg liefern sie dir eine gute Gelegenheit, um in die Gassen der Jerusalemer Altstadt einzutauchen.

 

Der Kreuzweg ist insgesamt kaum mehr als 700 Meter lang. Seine heutige Route wurde im 18. Jahrhundert festgelegt.

 

Empfehlen kann ich dir die kostenlose englischsprachige Jerusalem-App (hier für Android- und hier für Apple-Geräte), die dir beim Aufspüren der Stationen des Kreuzweges helfen kann und dir zudem Hintergrundinfos vermittelt.

 

Eine weitere Möglichkeit zur Erkundung des Kreuzweges kann es sein, sich einer der Prozessionen der Franziskaner anzuschließen. Sie finden jeden Freitag um 15 Uhr bzw. während der Sommerzeit um 16 Uhr statt und starten an der Omariya-Schule auf der Via Dolorosa (etwa auf Höhe der nordwestlichen Ecke des Tempelberges).

 

Ein besonderer Pluspunkt einer solchen Prozession und gleichzeitig einer der wichtigsten Jerusalem Insider Tipps: Die erste und zehnte Kreuzwegstation sind nur auf diese Art zugänglich.

 

Ich habe eine dritte Variante für dich parat, den Kreuzweg in Jerusalem individuell abzugrasen. Lies dir unbedingt meinen ausführlichen Artikel mit Hintergrundinfos und Wegbeschreibungen zu den 14 Stationen der Via Dolorosa durch und orientiere dich an den Markierungen, die ich dir auf der hier verlinkten Google Map eingetragen habe.

 

(Gelb markiert habe ich Start- und Endpunkt der Via Dolorosa. Blau markiert sind die dazwischen liegenden Kreuzwegstationen. Rot hervorgehoben habe ich dir Hinweise zum Verlauf der Route. Grün markiert sind wiederum Sehenswürdigkeiten entlang der Via Dolorosa.)

 

 

 

Interessante Orte, die nahe der ersten beiden Kreuzwegstationen am östlichen Teil der Via Dolorosa liegen, sind folgende:

 

 

  • Bethesda: Bethesda ist eine Zisterne und nur einer von zwei Orten, an denen Jesus Christus laut der Bibel ein Wunder vollbrachte, indem er einen Gelähmten heilte.

 

  • Geburtsort der Jungfrau Maria: Die Bezeichnung dieses Ortes sollte dir genug verraten.

 

  • Ecce-Homo-Convent: In diesem im 19. Jahrhundert errichteten Kloster kannst du bedeutsame archäologische Funde aus den römischen Zeiten Jerusalems besichtigen.

 

  • Prison of Christ: Zwar keine offizielle Kreuzwegstation, aber dennoch sehr sehenswert ist das sog. Prison of Christ an der Via Dolorosa. Es gibt mehrere Orte, an denen Jesus gefangen gehalten worden sein könnte. Einer davon soll sich in einem griechisch-orthodoxen Kloster zwischen der 2. und 3. Station des Kreuzweges befinden.

 

 

Die Grabeskirche ist eine unverzichtbare der Jerusalem Sehenswürdigkeiten.

Blick auf die Grabeskirche

 

 

Die nach der 8. Station der Via Dolorosa folgenden Stationen des Kreuzweges befinden sich allesamt in bzw. im Umfeld der Grabeskirche (engl.: Church of the Holy Sepulchre).

 

Diese wurde im Jahre 335 n. Chr. eingeweiht. An ihrer Stelle soll Jesus nicht nur gekreuzigt und gestorben, sondern auch von den Toten auferstanden sein.

 

Kurios ist die Tatsache, dass sich sechs Konfessionen um die Zuständigkeiten in der Grabeskirche streiten. Ergebnis der Querelen ist, dass eine muslimische Familie den Schlüssel für die Grabeskirche übernommen hat. Das von dieser durchgeführte Schließungsritual soll übrigens sehenswert sein, sodass es Sinn machen kann, die Kirche in den Abendstunden zu besuchen.

 

 

Öffnungszeiten der Grabeskirche: Von April bis September ist die Grabeskirche täglich zwischen 5 und 21 Uhr geöffnet, von Oktober bis März wiederum von 4 bis 19 Uhr.

 

Eintritt: kostenlos

 

 

 

Ich möchte den Kreuzweg nicht seiner eventuellen Magie für dich berauben. Wenn du seinem Verlauf jedoch nicht traust, dann wirf einen Blick in den Keller der Erlöserkirche. Dort wird auf archäologischen Erkenntnissen basierend versucht, den tatsächlichen Weg von Jesus bis zur Kreuzigung nachzuvollziehen.

 

Das Ergebnis hierbei ist, dass Golgatha einer der ganz wenigen Orte in Jerusalem ist, dessen historische Stätte richtig angegeben wurde.

 

Tipp: Wenn du dir über den Weg zur nächsten Kreuzwegstation nicht im Klaren bist, dann warte auf die nächste Reisegruppe, um dieser klammheimlich zu folgen.

 

 

Gartengrab

 

Das Gartengrab sollte auf deiner Liste der Jerusalem Sehenswürdigkeiten stehen.

Der Eingang zum Gartengrab

 

 

Nachdem du in der Grabeskirche die letzten Stationen der Via Dolorosa abgegrast hast, bietet es sich an, das Gartengrab anzusteuern. Dieses bzw. seine Umgebung wurde lange Zeit – in Konkurrenz zur Grabeskirche – als potenzielle Kreuzigungs- und Grabstätte von Jesus Christus in Betracht gezogen.

 

Als Kreuzigungsstätte kam dieser Ort in Betracht, weil in der Bibel die Rede von der Schädelstätte ist. Und einen Schädel kann man mit etwas Fantasie in einer Felswand in der Nähe des Gartengrabes erkennen. (Leider befindet sich an dieser potenziellen Kreuzigungsstätte heutzutage ein Busbahnhof.)

 

Die Grabstätte kommt den biblischen Beschreibungen („keine natürliche Höhle“, „aus massivem Felsen herausgehauen“, „mit einem verschiebbaren Stein verschlossen“) ebenfalls nahe.

 

Was auch immer man glauben möchte: Der schöne Garten und die friedliche Stimmung alleine rechtfertigen den kurzen Weg vom Damaskustor bis zum Gartengrab.

 

Am besten verlässt du die Altstadt durch das Damascus Gate (Damaskustor), welches das größte der acht Tore ist, die in die ummauerte Jerusalemer Altstadt führen. Von diesem aus trennen dich nur etwa fünf Gehminuten vom Gartengrab. Wirf auf deinem Weg dorthin unbedingt auch einen Blick auf die arabischen Marktstände, die dort den Straßenrand säumen.

 

Einer der Jerusalem Insider Tipps zur Gartengrabstätte: Im Eingangsbereich der Gartengrabstätte kannst du dir einen kostenlosen und deutschsprachigen Flyer mit Hintergrundinfos geben lassen.

 

Öffnungszeiten: von Montag bis Samstag zwischen 8:30 und 12:00 sowie zwischen 14:00 und 17:30 Uhr geöffnet, sonntags geschlossen

 

Eintritt: kostenlos (Spenden sind jedoch erwünscht)

 

 

Klagemauer

 

Die Klagemauer ist ein Muss unter den Jerusalem Sehenswürdigkeiten und darf in keinem Jerusalem Reisebericht fehlen.

Die Klagemauer am jüdischen Purim-Fest

 

 

Die Klagemauer ist eine der wichtigsten religiösen Stätten des Judentums. Von der eigentlich etwa 500 Meter langen Mauer sind lediglich 70 Meter sichtbar. Um Raum für den Vorplatz zu schaffen, von dem aus diese 70 Meter der Klagemauer zugänglich sind, wurde 1967 das Marokkanische Viertel der Jerusalemer Altstadt abgerissen.

 

Ihre religiöse Bedeutung verdankt die Klagemauer der Tatsache, dass es sich bei ihr um die westliche Mauer des Plateaus des (zerstörten) zweiten Jerusalemer Tempels handelt. Hierauf lässt sich auch die englische Bezeichnung der Klagemauer – Western Wall – zurückführen. Die hebräische Bezeichung „Kotel“ lässt sich hingegen nur als Mauer übersetzen. Erbaut wurde der zweite Jerusalemer Tempel etwa ab dem Jahre 515 v. Chr. Zerstört wurde er wiederum vor etwa 2.000 Jahren.

 

An der Klagemauer herrscht eine einzigartige Stimmung. Sie ist ohne Frage einer der für mich eindrucksvollsten Orte von Jerusalem. Bei deiner Besichtigung der Klagemauer solltest du beachten, dass es einen Männer- und Frauenbereich gibt. Letzterer fällt auffällig kleiner aus.

 

Wenn dir die 70 sichtbaren Meter der Klagemauer nicht ausreichen, dann kannst du dich einer Führung durch die Western Wall Tunnels anschließen. Hier lernst du Teile der Klagemauer kennen, die nicht öffentlich sichtbar sind. Insgesamt dauert eine solche Besichtigung etwa eine Stunde und zwanzig Minuten. Sie kann nur in Begleitung eines zertifizierten Guides stattfinden.

 

Zugänge zur Western Wall Plaza gibt es zwei: Auf einen davon stößt du am Marokkanertor (Mughrabi Gate). Ein weiterer befindet sich am nordwestlichen Zugang zur Western Wall Plaza.

 

Achte darauf, dass es für Männer und Frauen getrennte Eingänge gibt. Du wirst einen relativ harmlosen Securitycheck mit Überprüfung eines Rucksacks und deiner Tascheninhalte über dich ergehen lassen müssen.

 

Eintritt: Zur Klagemauer gelangst du kostenlos. Die Führung durch die Western Wall Tunnels hingegen schlägt mit 35 NIS (Kinder und Studenten 19 NIS) und folglich mit etwa 8 bzw. 5 Euro zu Buche.

 

Öffnungszeiten: Die Klagemauer an sich ist rund um die Uhr geöffnet. Die Klagemauertunnel kannst du von Sonntag bis Donnerstag von 7 Uhr morgens bis in die Nacht besichtigen. Freitags sind sie von 7 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten an Samstagen sind abhängig von der Anzahl der Reservierungen.

 

Kleiderordnung: Die Klagemauer ist im Prinzip eine Synagoge. Daher besteht für Männer eine Kopfbedeckungspflicht. Sobald du dich als Herr der Schöpfung also vom Vorplatz aus der Klagemauer näherst, solltest du dir eine Kippa schnappen, die du am linken und größeren Zugang in einem „Kippa-Eimer“ finden wirst. Ein Cappie oder dergleichen tut es allerdings auch.

 

Darüber hinaus gilt für Männer wie auch Frauen, dass Arme und Beine möglichst bedeckt sein sollten. Solltest du zu bitchig gekleidet sein, dann findest du vor Ort kostenlose Tücher zum Umhängen.

 

Zwei Jerusalem Insider Tipps zur Klagemauer: Einen ziemlich guten Ausblick auf den Felsendom, die Klagemauer und die al-Aqsa-Moschee hast du von einer scheinbar oftmals übersehenen Aussichtsterrasse mit Sitzbänken, die du auf folgendem Foto sehen kannst:

 

Einer meiner besten Jerusalem Insider Tipps ist die Aussichtsterrasse über dem Schriftzug Colel Chabad.

Wenn du auf der Western Wall Plaza stehst, solltest du die Aussichtsterrasse über dem Schriftzug „Colel Chabad“ entdecken können

 

 

Ebenfalls spannend ist die Möglichkeit, seine Gebete per Mail zu versenden. Diese werden dann völlig kostenlos in die Ritzen der Klagemauer gesteckt. Für diesen Service ist lediglich eine Spende erwünscht.

 

Wie alle anderen in die Mauer gesteckten Zettel wird dann auch dein per Mail eingereichter bei einer der zwei jährlichen „Leerungen“ der Klagemauer eingesammelt und auf dem Ölberg beerdigt. Verbrannt werden dürfen die Zettel nicht, da auf ihnen der Name Gottes stehen könnte.

 

Fotografieren in einem angemessenen Ausmaß und mit entsprechender Distanz zu den Betenden ist übrigens ebenfalls erlaubt und üblich. Lediglich am Sabbat solltest du deine Kamera eingepackt lassen.

 

 

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der al-Aqsa-Moschee

 

Ausblick auf drei der bekanntesten Jerusalem Sehenswürdigkeiten: Klagemauer, Felsendom und Tempelberg.

Blick über die Klagemauer auf den Felsendom auf dem Tempelberg

 

 

Der Tempelberg steht im absoluten Mittelpunkt des Nahostkonfliktes zwischen den Israelis und der arabischen Welt. (Achte deshalb immer auf aktuelle Sicherheitshinweise!)

 

Jüdische Israelis schmerzt die Tatsache, dass sie ausgerechnet am für ihre Religion wichtigsten Ort nicht beten dürfen. Hier bestand Abraham der Überlieferung nach eine Prüfung Gottes. Zwei Tempel, die jeweils die heiligsten Orte des Judentums waren, wurden hier zerstört.

 

Muslime wiederum haben das Problem, dass mit dem Felsendom der für sie drittheiligste Ort der Welt davon bedroht ist, sich dauerhaft auf israelischem Staatsgebiet zu befinden – was er aus Sicht des Staates Israels, nicht jedoch nach Meinung der internationalen Staatengemeinschaft, bereits tut.

 

Der von 687 bis 691 erbaute und immer wieder ergänzte und restaurierte Felsendom ist nach Mekka und Medina der drittheiligste Ort des Islam. Mit seiner goldenen Kuppel ist er das bekannteste Wahrzeichen Jerusalems und übrigens keine Moschee, sondern ein Schrein.

 

In der Mitte des Felsendoms steht der Gründungsfels, auf dem nach jüdischem Glauben die Welt gegründet wurde. Nach islamischem Glauben fuhr Mohammed von diesem Felsen aus in den Himmel und begegnete auf ihm den Propheten des Judentums sowie Jesus Christus.

 

Unter diesem Fels befindet sich zudem eine Höhle, an dessen Eingang sich der vermeintlich letzte Fußabdruck des Propheten Mohammed sowie einige von dessen Barthaaren befinden sollen.

 

Der Felsendom ist die bekannteste der Jerusalem Sehenswürdigkeiten und das Wahrzeichen der Stadt.

Der Felsendom aus der Nähe

 

 

Die im Jahre 717 eröffnete al-Aqsa-Moschee wiederum befindet sich ebenfalls auf dem von einer muslimischen Stiftung verwalteten Tempelberg und bietet 5.000 Gläubigen Platz. Bei ihr handelt es sich um die drittbedeutsamste Moschee des Islams.

 

 

Zugang: Der einzige Zugang zum Tempelberg für Nicht-Muslime ist die Sicherheitsschleuse am Marokkanertor (Mughrabi Gate). Nach dem Security-Check führt der Weg über eine (ursprünglich als provisorisch eingesetzte) Holzschleuse auf den Tempelberg.

 

Die Innenräume des Felsendoms und der al-Aqsa-Moschee bleiben Nicht-Muslimen jedoch immer verschlossen. Dennoch ist mindestens der Anblick des Felsendoms mit seiner goldenen Kuppel und den reich verzierten Keramikfliesen an seinen Außenwänden aus nächster Nähe den Aufwand wert.

 

Kleiderordnung: Arme und Beine verdeckende Kleidung ist ein Muss. Aber selbst bei Befolgung dieser Regeln werden Frauen gebeten, einen formverhüllenden Rock anzuziehen, der am Eingang kostenlos ausgegeben wird.

 

Öffnungszeiten für Nicht-Muslime: von Montag bis Donnerstag im Winter zwischen 7:30 und 10:30 sowie 12:30 und 13:30 Uhr und im Sommer zwischen 8:30 und 11:30 sowie 13:30 und 14:30 Uhr; samstags und sonntags bleibt der Tempelberg für Nicht-Muslime unzugänglich; während des Ramadan kann es zudem zu Abweichungen kommen

 

Ein besonders zeitsparender unter den Jerusalem Insider Tipps: Solange du dich nicht besonders lange auf dem Tempelberg aufhalten möchtest, empfehle ich es dir, dich erst relativ kurz vor Ende der Öffnungszeiten an diesen heiligen Ort zu begeben.

 

Ich musste auf diese Art so gut wie gar nicht anstehen und der Security-Check ging besonders schnell. Ruhiges Verhalten und eine deutsche oder österreichische Staatsangehörigkeit können die Sicherheitskontrolle ebenfalls beschleunigen.

 

Reisende, die Jerusalem individell erkunden, sollten wissen, dass nicht jeder Zugang zum Tempelberg auch für Nicht-Muslime geöffnet ist.

Ein Zugang zum Tempelberg, der nur für Muslime vorgesehen ist

 

 

Davids-Zitadelle mit The Night Spectacular

 

Neben dem Jaffator befindet sich eine Festung, die ab dem Jahre 24 v. Chr. erbaut wurde. Im 16. Jahrhundert wurde sie durch eine Zitadelle ergänzt. Diese wiederum erhielt ein Minarett, das unter der Bezeichnung Davidsturm bekannt ist. Ich kann es selber nicht bezeugen – vom Davidsturm aus soll man jedoch einen der besten Ausblicke über die Alt- und Neustadt von Jerusalem genießen können.

 

In der Davids-Zitadelle, die für sich genommen eine spannende archäologische Stätte ist, findest du heute das Jerusalemmuseum. In diesem kannst du dich in der ständigen Ausstellung – angefangen im 2. Jahrtausend v. Chr. – über die wichtigsten Geschehnisse in der Historie Jerusalems informieren.

 

Ein weiterer Anziehungspunkt an der Davids-Zitadelle ist die auf die Wände der Festung geworfene 45-minütige Videoinszenierung „The Night Spectacular“. In dieser werden Szenen aus der Geschichte Jerusalems gezeigt. Leider jedoch soll die Inszenierung des israelischen Volkes zu heldenhaft und damit zu einseitig geraten sein.

 

Auch wenn der Name einen anderen Eindruck erweckt: Die Davids-Zitadelle hat übrigens nichts mit dem König David aus der Bibel zu tun. Um auf dessen Spuren zu wandeln, musst du dich auf den Zionsberg und in die Davidsstadt begeben. Auf diese beiden Jerusalem Sehenswürdigkeiten werde ich in den folgenden Punkten eingehen.

 

 

Öffnungszeiten: von Samstag bis Donnerstag zwischen 9 und 16 Uhr, freitags nur von 9 bis 14 Uhr; über die Vorführungszeiten des Night Spectacular informierst du dich am besten auf dieser Website.

 

Eintritt: Der Einlass für das Museum kostet 30 NIS (7 €) für Erwachsene, 20 NIS für Studenten und 15 NIS für Kinder und Senioren. Die Tickets für die Videoinszenierung The Night Spectacular kosten wiederum 55 NIS (13 €) für Erwachsene und 45 NIS für Studenten, Kinder und Senioren.

 

Mit dem Kombiticket für das Museum und die Videoinszenierung kannst du etwas Geld sparen. Es kostet 70 NIS (16,50 €) für Erwachsene und 55 NIS für Kinder, Studenten und Senioren.

 

 

Davidsstadt (City of David)

 

Die Davidsstadt ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten Israels und der Ort, an dem Jerusalem entstand. Etwa 500.000 Besucher steuern jährlich diese Überbleibsel des biblischen Jerusalems an. Hier wurden Fundstücke ausgegraben, die aus der Kupferzeit und damit aus den Jahren zwischen 4500 bis 3500 v. Chr. stammen.

 

Von höchster Bedeutung für den Staat Israel ist die Davidsstadt, weil König David vor etwa 3.000 Jahren Hebron verließ, um Jerusalem zum Zentrum eines vereinten Israels zu machen. Die Davidsstadt wird entsprechend als historisches Zentrum Jerusalems gehandelt.

 

Zunächst kannst du dir hier einen fünfzehnminütigen 3D-animierten Film über Jerusalems Geschichte angucken. Danach kannst du dich u. a. einer etwa zweistündigen Führung durch das unterirdische Bewässerungssystem der Davidsstadt anschließen.

 

Achtung: Du wirst nass werden und unter Klaustrophobie solltest du besser auch nicht leiden.

 

 

Öffnungszeiten: im Winter von Sonntag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr, im Sommer wiederum sonntags bis donnerstags von 8 bis 19 Uhr sowie freitags von 8 bis 16 Uhr, samstags geschlossen

 

Eintritt: Museum für 28 NIS (etwa 6,50 €), 3D Filme kannst du dir für zusätzliche 15 NIS (etwa 3,50 €) anschauen

 

 

Die Jerusalem Sehenswürdigkeiten auf dem Zionsberg

 

Das Davidsgrab zählt zu den Jerusalem Sehenswürdigkeiten auf dem Zionsberg

Das Davidsgrab auf dem Zionsberg

 

 

Außerhalb der Stadtmauern gelegen, jedoch trotzdem zur Altstadt zählend, befindet sich der Zionsberg. Auf ihm findest du vier Jerusalem Sehenswürdigkeiten von besonderem Interesse:

 

 

  • Der Saal des Letzten Abendmahls: Im ersten Stock des größten Gebäudekomplexes auf dem Zionsberg findest du den Saal, in dem sich das biblische Letzte Abendmahl ereignet haben soll. Hier fand also die letzte Zusammenkunft von Jesus mit allen seinen Jüngern statt. Diese schlossen sich in diesem Saal zudem nach der Kreuzigung ein, bis ihnen der auferstandene Jesus mit dem Friedensgruß begegnete. Ebenso beteten sie im Abendmahlssaal mit Maria, ehe sie dort den Heiligen Geist empfingen.

 

  • König Davids Grab: Im Erdgeschoss des Gebäudes, in dem sich auch der Raum des Letzten Abendmahls befindet, stößt du in einer Synagoge auf das vermeintliche Grab von König David. Dieses soll sich etwa 15 Meter unterhalb des dort sichtbaren Sarkophags befinden. Bis heute wurde das tatsächliche Grab König Davids nicht gefunden. Dennoch oder auch gerade deswegen ist dieser Ort eine wichtige heilige Stätte des Judentums.

 

  • Die Dormitio-Abtei: Die 1910 fertiggestellte Dormitio-Basilika gedenkt dem Ort, an dem das irdische Leben der Gottesmutter Maria endete. Diese soll in unmittelbarer Nähe des Abendmahlssaals gestorben sein.

 

  • Das Grab von Oskar Schindler: Die Geschichte von Oskar Schindler werde ich dir sicherlich nicht erklären müssen. Erinnerst du dich aber noch an das Ende des Spielberg-Films „Schindlers Liste“? Sie spielt am Grab des Retters von etwa 1.200 Juden. Und dieses befindet sich auf dem Zionsberg auf dem katholischen Friedhof der Franziskaner.

 

 

Hinweis zu König Davids Grab: Lass dir als Herr der Schöpfung nicht von dem älteren Herrn, der dir eventuell eine „Führung“ aufdrängt, das Geld aus der Tasche ziehen. Zehn Schekel und damit über zwei Euro sollten mehr als genug sein für einen zweiminütigen Abstecher in die Synagoge mit dem vermeintlichen Sarkophag von König David. Der alte Herr schien es zumindest bei mir eher auf einen Schein für seine minimalen Bemühungen abgesehen zu haben.

 

Einer der Jerusalem Insider Tipps zum Gebäude des Letzten Abendmahls: Wenn du den Abendmahlssaal durch den südlichen Ausgang verlässt, dann kommst du an einer Treppe vorbei, die dich aufs Dach des Gebäudes führt. Von dort hast du einen netten Ausblick auf den Ölberg und die umliegenden Dächer.

 

 

3. Jerusalem Reisebericht: Die Sehenswürdigkeiten in der Neustadt

 

 

The First Station & Deutsche Kolonie

 

Die First Station ist eine weniger heilige unter den Jerusalem Sehenswürdigkeiten.

Purim-Feierlichkeiten in der First Station

 

 

Nicht allzu weit vom Zionsberg entfernt befindet sich The First Station. Diese ist ein etwa 120 Jahre alter Bahnhof, der 1998 für den Zugverkehr geschlossen wurde. Nach vielen Jahren des Verfalls wurde er im Jahre 2013 nach einer Renovierung wiedereröffnet.

 

Züge sind hierhin jedoch nicht zurückgekehrt. Vielmehr ist auf dem Gelände der First Station ein kultureller Treffpunkt mit Restaurants, Bars, Bühnen für kulturelle Veranstaltungen und kleinen Geschäften entstanden. Du stößt an diesem Ort auf ein modernes und entspanntes Jerusalem jenseits der politischen und religiösen Konflikte.

 

Folge nach Besichtigung der Bahnstation am besten den Gleisen, die aus der First Station gen Süden führen. Sie führen dich auf ein Viertel zu, das den Namen Deutsche Kolonie trägt und heutzutage zu den begehrtesten Wohngegenden Jerusalems zählt.

 

Einer meiner Jerusalem Insider Tipps für die Deutsche Kolonie: Der Weg von der First Station in Richtung der Deutschen Kolonie führt dich übrigens an einem gut sortierten Büchertauschregal vorbei, dass sich in zwei Bushaltestellenhäuschen eingenistet hat (siehe meine Markierungen auf der unten eingefügten Jerusalem Karte). Mein unerwarteter Sensationsfund dort war ein deutschsprachiges Buch über die Stadt Oldenburg.

 

Zu meinen Jerusalem Insider Tipps zählt auch dieses Büchertauschregal in der Deutschen Kolonie.

Überzeugende Buchauswahl im Büchertauschregal in der Deutschen Kolonie

 

 

Zurück zur Deutschen Kolonie, die sich rund um die Emek Rephaim Street befindet: Der Bau des ersten Hauses in der Deutschen Kolonie wurde 1873 abgeschlossen. Charakteristisch für die malerischen Häuser in dieser Siedlung sind die roten Ziegeldächer, wie man sie vor allem aus Deutschland kennt.

 

Ursprünglich wurde die Deutsche Kolonie von einer Gruppe der Templergesellschaft aus Deutschland als landwirtschaftliche Siedlung gegründet. Geschaffen werden sollte auf diese Art ein Königreich Gottes auf Erden.

 

Ob diese sehr hochgesteckten Ziele erreicht wurden, liegt im Auge des Betrachters, um es nett auszudrücken. Ein Abstecher in das Viertel lohnt sich jedoch auf alle Fälle.

 

 

Jaffa Street und Ben-Yehuda-Street

 

Insbesondere im Kreuzungsbereich der Jaffa Street und der Ben-Yehuda-Street kommt Jerusalem dem nahe, was wir in Deutschland als Fußgängerzone bezeichnen. Unzählige Cafés, Bars und Geschäfte säumen die belebten Straßen und bieten das modernere Gegenstück zu den Souks in der Jerusalemer Altstadt.

 

 

Mahane Yehuda Markt

 

Auf dem Mahane Yehuda Market herrscht mehr Lebensfreude, als man das aus der Jerusalemer Altstadt kennt.

Früchte gibt es auf dem Mahane Yehuda Market mehr als genug

 

 

Wenn du der Yaffa-Street weit genug in Richtung Nordwesten folgst, dann stößt du nach einigen hundert Metern links auf den jüdischen Mahane Yehuda Markt.

 

Dieser pulsierende Markt mit seinen etwa 250 Ständen existiert bereits seit über hundert Jahren und ist mit etwa 200.000 jährlichen Besuchern der meistbesuchte Markt Israels. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für Liebhaber von Nüssen, Käse, Wein, Gewürzen, Falafel, Obst und Gemüse bzw. von nahezu allem, was man essen kann.

 

 

Öffnungszeiten: von Sonntag bis Donnerstag zwischen 8 und 19 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr, samstags geschlossen, einige Restaurants und Cafés haben jedoch andere und wesentlich längere Öffnungszeiten

 

Einer der Jerusalem Insider Tipps für den Mahane Yehuda Markt: In den späteren Abendstunden soll sich ein Besuch ebenfalls sehr lohnen. Dann treffen sich hier junge Jerusalemer, um gemeinsam zu trinken und Musik zu hören.

 

 

Führung durch die Knesset

 

Die Knesset (hebräisch für „große Versammlung“) ist das israelische Parlament. Sie besteht aus 120 Abgeordneten, die für vier Jahre ins Amt gewählt werden. Die erste Sitzung der Knesset fand im Februar 1949 statt. Das heutige Gebäude wurde 1966 eingeweiht.

 

Besonders interessant finde ich den Fakt, dass Abgeordnete in der Knesset grundsätzlich lebenslange Immunität vor der Strafverfolgung genießen.

 

Erkunden kannst du die Knesset nur im Rahmen einer Führung. Eine solche dauert etwa anderthalb Stunden. Eine vorherige Anmeldung über die Mailadresse Tours@knesset.gov.il ist notwendig. Mehr Infos findest du auf dieser offiziellen Homepage zur Knesset-Führung.

 

 

Anfahrt: Egged-Buslinien 7, 7A, 14, oder 35

 

Termine der Führungen: Donnerstags und sonntags finden deutschsprachige Führungen mit einem Tonband um 8:30 Uhr morgens statt. Wenn du des Englischen mächtig bist, dann kannst du donnerstags und sonntags um 8:30, 12:00 und 14:00 Uhr an englischsprachigen Führungen teilnehmen.

 

Kleiderordnung: Flip-Flops, zerrissene oder kurze Hosen, Spaghetti-Tops und dergleichen sind unerwünscht.

 

Eintritt: kostenlos

 

 

The Israel Museum

 

Das Israel Museum ist ein Nachbar der Knesset. Solltest du dich also einer Knesset-Führung angeschlossen haben, dann kannst du gleich zum Israel Museum herüberspazieren.

 

Das Israel Museum ist das Nationalmuseum Israels und wurde 1965 errichtet. Wie fast eine Millionen jährliche Gäste kannst auch du auf einer Fläche von 50.000 m² vier Abteilungen erkunden:

 

  • Kunstabteilung
  • Abteilung für jüdische Ethnographie und Judaica
  • Jugendabteilung
  • archäologische Abteilung

 

 

Highlights des Israel Museums sind sicherlich Skulpturen von u. a. Picasso und Rodin, impressionistische Gemälde von Monet, Renoir, Matisse, Degas oder Gauguin sowie das mit 4.000 Jahren älteste Modell eines Segelschiffes überhaupt.

 

Ein weiterer meiner Jerusalem Insider Tipps: Außen auf dem Gelände des Israel Museums befindet sich ein Modell von Jerusalem zur Zeit von Jesus Christus. Es zeigt, wie Jerusalem vor 66 n. Chr. – und damit vor der Zerstörung der Stadt samt des 2. Tempels während des Aufstands gegen die Römer – ausgesehen haben muss.

 

Öffnungszeiten: Sonntag, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, dienstags von 16 bis 21 Uhr, freitags und an Vortagen von Feiertagen von 10 bis 14 Uhr und an Samstagen und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr

 

Eintritt: Der Einlass ist mit 48 NIS (etwas über 11 €) für Erwachsene und 36 NIS (etwa 8,50 €) für Studenten nicht kostenlos. Die Führungen sind es jedoch und sollten daher genutzt werden.

 

 

Yad Vashem

 

Yad Vashem gehört zu den beeindruckendsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten.

 

 

Über zwei Millionen Menschen besuchen die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem pro Jahr. Nicht nur für mich ist es also ein Muss, bei einer Reise nach Jerusalem einige Stunden in Yad Vashem zu verbringen.

 

Mindestens zwei Stunden solltest du für die Erkundung der Gedenkstätte einplanen, wobei du hier sicherlich problemlos Tage verbringen könntest, wenn du alles besichtigen wolltest.

 

Der Eingang zur Hauptausstellung (The Holocaust History Museum) befindet sich gleich links, wenn du das Eingangsgebäude (The Visitors‘ Center) verlässt. Am Ende der dortigen schockierenden, bedrückenden und erschlagend informativen Ausstellung stößt du auf die Hall of Names, in der alle bekannten Opfer des Holocaust erfasst werden.

 

Wenn du das Holocaust History Museum verlässt, gelangst du auf eine Terrasse mit einem Panoramablick auf die Hügel und Täler der Umgebung. Diese Einbettung der Anlage in die idyllische Natur liefert einen nahezu unfassbaren Kontrast zu dem vorher dokumentierten Grauen und lässt das Unerklärliche noch unerklärlicher wirken.

 

Ebenfalls empfehle ich dir den Besuch der Kunstaustellung mit Gemälden aus dem Holocaust – das sog. Holocaust Art Museum. Das gleiche gilt für das Visual Center, die Hall of Remembrance und das Children’s Memorial.

 

Die Karte der Anlage unter diesem Link verschafft dir einen Überblick über die Standorte der genannten Stätten.

 

 

Anfahrt: Steige z. B. am Damaskustor oder entlang der Jaffa Street in die Tram mit der Richtung „Mt. Herzl“ (5,90 NIS pro Strecke, Ticket an den Automaten an der Haltestelle kaufen und in der Tram entwerten). Fahre mit ihr in etwa zwanzig Minuten vorbei an der Central Station bis zur Endstation.

 

Wenn du die Tram an der Endhaltestelle verlassen hast, dann gehe etwa 20 Meter zurück zur Kreuzung. Dort hältst du dich links und gehst in die Hazikaron Street, in der du ein Haltestellenhäuschen siehst. Von dort aus fährt ein kostenloser Shuttle etwa alle zwanzig Minuten bis zur Gedenkstätte. Zu Fuß braucht man allerdings auch nicht viel mehr als zehn Minuten.

 

Für den Rückweg nimmst du vielleicht am besten ebenfalls zunächst den Shuttle und dann die Straßenbahn. Taxis sind vor dem Eingang der Gedenkstätte und an der nahe gelegenen Tram-Haltestelle nur sehr schwer bis gar nicht zu finden. UBER könnte eine Alternative sein.

 

Öffnungszeiten: sonntags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags von 9 bis 20 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet, an Samstagen und jüdischen Feiertagen bleibt Yad Vashem geschlossen

 

Eintritt: kostenlos

 

Tipp: Eventuelles Gepäck (auch große Taschen) kannst du im Untergeschoss, in das eine Treppe gleich links des Eingangs führt, kostenlos abgeben.

 

 

Ausflug nach Bethlehem

 

Von Jerusalem nach Bethlehem zu fahren ist notwendig, um die Geburtskirche zu sehen.

Den silbernen Stern in der Geburtsgrotte in Bethlehem kannst du erst sehen, wenn du…

 

 

In meinen Jerusalem Reisetipps empfehle ich dir Ausflüge von Jerusalem nach Bethlehem, Tel Aviv und ans Tote Meer.

… die Separation Wall passiert hast, was wiederum wenig zeitaufwendig und sehr interessant ist

 

 

Bethlehem ist eine Nachbarstadt Jerusalems, die nur über das Passieren eines Checkpoints erreicht werden kann, da sie in Palästina hinter der Separation Wall gelegen ist. Die Busfahrt von Jerusalem nach Bethlehem dauert ab dem Damaskustor etwa eine halbe Stunde, bei anschließendem etwa zwanzigminütigen Fußweg bis zur Geburtskirche.

 

Auf diese Art lässt sich Bethlehem leicht individuell erkunden. Doch nicht nur die Geburtskirche, die Milchgrotte, die Separation Wall und einige Banksy-Werke rechtfertigen den Ausflug nach Bethlehem.

 

Allein die Tatsache, dass man nach einer nur halbstündigen Busfahrt so deutlich spürt, sich nicht mehr in Israel zu befinden, macht den Ausflug nach Bethlehem für mich so reizvoll.

 

In Bethlehem bekommst du zudem den Nahostkonflikt zur Abwechslung aus Sicht der Palästinenser zu sehen. Die im Vergleich zu Israel deutlich schmutzigeren Straßen, die Staus und oftmals ärmlicheren Behausungen sind nicht nur ein Hinweis darauf, dass man sich in der arabischen Welt befindet. Sie sind sicherlich auch der politischen Situation des Landes geschuldet.

 

Lies dir unbedingt meinen ausführlichen Reisebericht über meinen Ausflug von Jerusalem nach Bethlehem durch. In ihm beschreibe ich dir die 12 wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bethlehem und gebe dir praktische Tipps für deine Reise.

 

Tipp: In Bethlehem findest du deutlich günstigere Preise als in Jerusalem. Deck dich also am besten mit einigen Platten Baklava ein!

 

Sicherheitshinweis: Unmittelbar vor einem Abstecher nach Bethlehem solltest du dich wegen der alles andere als unproblematischen politischen Lage beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Situation informieren.

 

Anfahrt: Am einfachsten und günstigsten ist die Fahrt von Jerusalem nach Bethlehem vermutlich mit dem Bus 231 von der arabischen Bushaltestelle am Damaskustor. (Ich spreche hier von der Bushaltestelle, die du nach einigen Metern erreichst, wenn du aus dem Damaskustor kommst und links abbiegst.)

 

Eine Alternative kann das Buchen dieser von Abraham Tours angebotenen Halbtagestour von Jerusalem nach Bethlehem* sein. Neben der Fahrt bekommst du dort auch eine Führung geboten.

 

Da ich meinen Ausflug nach Bethlehem sehr spannend fand, werde ich Palästina bei einer zukünftigen Reise noch einmal etwas genauer erkunden. Wenn auch du Interesse daran hast, zusätzlich zu Bethlehem u. a. Jericho und Ramallah kennenzulernen, dann wirf einen Blick auf diese Tagestour von Jerusalem ins Westjordanland*.

 

 

Einige abschließende Jerusalem Tipps

 

Trotz dieser Vielzahl an Jerusalem Sehenswürdigkeiten und Insider Tipps, die es zu erkunden gilt: Versäume es nicht, dich mindestens einmal ziellos durch die Altstadtgassen treiben zu lassen.

 

Verpasse es ebenso nicht, vor deiner Reise meinen Artikel mit den 15 wichtigsten und praktischsten Jerusalem Reisetipps zu lesen.

 

Auch ein Blick in Reiseführer lohnt sich: Als kurz und knapp gehaltenen Reiseführer mit guter Karte und Tourenvorschlägen für Jerusalem empfehle ich dir dieses gute Stück von DuMont*. Wenn es hingegen sehr ausführliche Informationen sein dürfen, dann bist du mit diesem Baedeker über Israel und Palästina besser bedient*.

 

Als Lektüretipp möchte ich dir zudem „Lieblingsorte in Tel Aviv & Jerusalem*“ nennen. In dem Buch erfährst du auf unterhaltsame Weise viel über Land und Leute.

 

Falls du noch nach einer Unterkunft in Jerusalem suchst: Ein gutes Hostel ist sicherlich das „The Post Hostel Jerusalem*„. Ebenfalls anschauen würde ich mir das „Shlomtzi Hotel*„, das „DEM Hotel*“ oder das Doppelzimmer im top bewerteten „Cinema Hostel Jerusalem*„.

 

 

Hier folgt abschließend der Link zur versprochenen Google Map, auf der ich dir – abgesehen von denen entlang der Via Dolorosa – alle im Artikel genannten Jerusalem Sehenswürdigkeiten markiert habe. Sie sollte dir dabei behilflich sein, Jerusalem individuell zu erkunden.

 

 

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Jerusalem bietet unendlich viel. Hier stelle ich dir die wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten und Insider Tipps vor. Dank vieler Hintergrundinfos und einer Karte wirst du Jerusalem bei deiner Reise individuell erkunden können.

Alle wichtigen Jerusalem Sehenswürdigkeiten und Insider Tipps

 

 

Hinweis: Überprüfe die von mir hier angegebenen Öffnungszeiten bitte immer auch selber noch einmal. Änderungen und besondere Regelungen an bestimmten Tagen sind nicht unwahrscheinlich.

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2 Kommentare
  • Danke !

    „Christ ist erstanden!
    Selig der Liebende,
    Der die betrübende,
    Heilsam‘ und übende
    Prüfung bestanden…“

    17. Juni 2018 at 20:09

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