Jerusalem Reisetipps – Die wichtigsten Infos für deine Reise in die Heilige Stadt | Reiseblog Urban Meanderer
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Dank der Jerusalem Reisetipps in diesem Artikel wirst du das Beste aus deiner Jerusalem Reise herausholen können.

Jerusalem Reisetipps – Die wichtigsten Infos für deine Reise in die Heilige Stadt

Jerusalem ist eine der spannendsten Städte, in die ich jemals einen Fuß gesetzt habe. (Und wie dir dieser Blog verrät, waren das so einige berühmte Städte, die ich in den letzten Jahren besucht habe.)

 

Folglich kann ich dir eine Reise nach Jerusalem wärmstens empfehlen. Und damit du deine begrenzte Zeit in dieser eindrucksvollen Stadt optimal nutzen kannst, habe ich in diesem Artikel die 15 wichtigsten Jerusalem Reisetipps für dich gesammelt.

 

„Sicherheit geht vor“ bzw. „Safety First“, sagt man ja so schön. Folglich starten auch wir hier mit dem Thema Sicherheit.

 

 

1. Die Sicherheit in Jerusalem

 

Um es drastisch auszudrücken: Es bringt nichts, die schönsten und spannendsten Orte der Welt (wie z. B. Jerusalem) zu bereisen und in einem Sarg von der Reise zurückzukehren. Wie sind also die Gefahren in Jerusalem einzuschätzen?

 

Zunächst die harten Fakten: In Jerusalem leben über 860.000 Menschen. Die Stadt wird von den Staaten Israel und Palästina als Hauptstadt angesehen. (Wobei sich Deutschland bei der Frage nach der Anerkennung von Palästina als Staat enthalten hat.)

 

Gerade diese Zweiteilung ist eines der Kernprobleme des Nahostkonfliktes. Konflikte, die in Jerusalem ausbrechen, haben weltweite Auswirkungen.

 

Israel und damit insbesondere Jerusalem ist eines der ausdrücklichen Ziele islamistischer Terrorgruppierungen. Die Anzahl der terroristischen Anschläge ist in den letzten Jahren jedoch gesunken.

 

Um dir einen Teil deiner eventuellen Sorgen zu nehmen: Du gefährdest dein Leben statistisch gesehen vermutlich mehr, wenn du mit einem Fahrrad einige Stunden mitten durch die Innenstadt einer deutschen Großstadt fährst.

 

Um eine Statistik von Ende 2017 zu nennen, die dich die Sicherheitslage in Israel vielleicht etwas besser einschätzen lässt: Mit dem Globalen Terrorismusindex der IEP wurde der Einfluss von Terrorattacken auf die Staaten der Welt gemessen.

 

Am meisten betroffen von terroristischen Anschlägen ist demzufolge der Irak. Die Türkei beispielsweise landet auf Platz 9 dieses Rankings, Thailand auf Rang 16. Deutschland wiederum rangiert auf Platz 38 und damit nur zwei Plätze hinter dem vermeintlich so besonders gefährlichen Israel.

 

Ebenfalls ein wenig Sicherheit gibt die Tatsache, dass sich Anschläge von palästinensischen Terroristen vor allem gegen Israelis richten und damit – im Gegensatz zu denen in europäischen Metropolen – nicht gegen westliche Touristen. Es besteht also eher das Risiko, als Reisender zwischen die Fronten im israelisch-palästinensischen Konflikt zu geraten.

 

Ich persönlich habe mich während meines Aufenthaltes in Jerusalem nie unsicher gefühlt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch. Vor Einkaufszentren und Bahnhöfen finden Taschenkontrollen statt. Bewaffnetes Sicherheitspersonal findest du in allen Ecken der Stadt.

 

Anschläge gehören zu den Gefahren in Jerusalem, was natürlich in meinen Jerusalem Reisetipps nicht unerwähnt bleiben darf.

Der Alltag in Jerusalem: Entlang spazieren an schwer bewaffneten Sicherheitskräften

 

 

Leugnen lässt sich natürlich dennoch nicht, dass du ein wesentlich geringeres Terror-Risiko eingehst, wenn du in den Harz und nicht nach Jerusalem reist.

 

Da sich die Situation im israelisch-palästinensischen Konflikt zudem schnell ändern kann, solltest du regelmäßig die Hinweise des Auswärtigen Amtes überprüfen.

 

Weiterhin ist es generell empfehlenswert, den Tempelberg an muslimischen und jüdischen Feiertagen zu meiden.

 

Am Rande: Im Vergleich zu Deutschland finden in Israel weniger Raubüberfälle oder Taschendiebstähle statt.

 

 

2. Kosten einer Reise nach Jerusalem

 

Aus Israels Lage in Asien darfst du leider nicht ableiten, dass dich im Land günstige Lebenshaltungskosten erwarten. Das Preisniveau in Jerusalem ist grob mit dem in Deutschland zu vergleichen.

 

Hotels in Jerusalem gelten als teuer, in Deutschland sind sie dies jedoch auch. Wie du dir vorstellen kannst, steigen die Übernachtungspreise vor allem um Feiertage herum deutlich an.

 

Für ein relativ kurzfristig gebuchtes Doppelzimmer inklusive Frühstück in einem Drei-Sterne-Hotel in Ost-Jerusalem nahe dem Damaskustor musste ich Anfang März 2018 etwas mehr als 40 Euro pro Nacht bezahlen. Das dürfte – vielleicht abgesehen von einem Bett in einem Hostel-Schlafsaal – nahezu unschlagbar günstig gewesen sein. (Tipps für günstige Hotels gebe ich dir weiter unten in diesem Artikel.)

 

Essen und Getränke in Supermärkten scheinen mir leicht teurer zu sein als in ihren deutschen Gegenstücken. Sparen und gleichzeitig eines der israelischen Nationalgerichte – Hummus – genauestens kennenlernen kannst du, indem du dir einen Sack Pita-Brot und einige der unzähligen Hummus-Variationen aus dem Tiefkühlregal kaufst.

 

Einer meiner kostensparendsten Jerusalem Reisetipps ist das eifrige Probieren von Hummus-Sorten.

Die gewaltige Hummus-Auswahl in israelischen Supermärkten

 

 

Restaurantbesuche sind preislich in etwa mit denen in Deutschland vergleichbar. 10 % Trinkgeld sind zudem auch in Israel üblich. Das Nationalfrühstück Shakshuka, das i. d. R. ganztägig serviert wird, ist für um die zehn Euro zu haben.

 

Imbisse gibt es in Jerusalem mehr als genug. Ein riesiger Shawarma mit Pommes kostete mich dort etwa 5,50 Euro. Als Normalsterblicher kann man sich ein solches Monstrum aber fast schon teilen und kann sich dann zu zweit über eine noch immer sättigende Mahlzeit freuen.

 

Grabeskirche, Tempelberg, Klagemauer, Yad Vashem – all diese und noch viele weitere weltberühmte und hochkarätige Sehenswürdigkeiten sind grundsätzlich kostenlos zugänglich. An Eintrittsgeldern kannst du in Jerusalem also einiges an Geld sparen.

 

Eine Bus- oder Tramfahrt im Nahverkehr ist mit 5,90 NIS und damit knapp 1,40 Euro im Vergleich zu Deutschland lächerlich günstig.

 

 

3. Die beste Reisezeit für Jerusalem

 

Grundsätzlich ist Jerusalem das ganze Jahr über gut zu bereisen. Die Winter sind generell mild, das Wetter wechselhaft. Nachts kann es zu Frost kommen. Auch Schneefall ist möglich.

 

Im Sommer wiederum wird es der südlichen Lage entsprechend sehr heiß, was die Reisestrapazen erheblich erhöhen kann. Jerusalem hat mit seiner Höhenlage jedoch den Vorteil, dass die Luftfeuchtigkeit im Sommer gering ist, was die Hitze wesentlich erträglicher macht.

 

Als beste Reisezeit für Jerusalem lassen sich folglich die Frühlingsmonate März, April und Mai ausmachen. Gleiches gilt für den Spätsommer und Herbst in den Monaten September, Oktober und November.

 

Wenn du nicht speziell für Feiertage nach Jerusalem reist, dann empfehle ich dir zudem, eine Reise zu Zeiten von Feierlichkeiten zu vermeiden. Die Straßen sind voller, sowohl die Anschlagswahrscheinlichkeit als auch die Hotelpreise sind höher und zahlreiche Geschäfte haben geschlossen.

 

 

4.  Die ideale Reisedauer für eine Reise nach Jerusalem

 

Für mich war Jerusalem der absolute Höhepunkt meiner Reise durch Süd- und Zentralisrael. Drei Tage solltest du für meinen Geschmack mindestens für Jerusalem einplanen. Die könnten beispielsweise mit einem relativ vollen Programm folgendermaßen aussehen:

 

 

  • Tag 1: Ölberg, Via Dolorosa, Klagemauer und Tempelberg

 

  • Tag 2: Jerusalemer Neustadt mit Yad Vashem, Mahane Yehuda Market sowie der Jaffa Street

 

  • Tag 3: Abstecher nach Bethlehem und eine weitere Unternehmung je nach Geschmack

 

 

5. Jerusalem Reisetipps: Sabbat und Feiertage bei der Reiseplanung berücksichtigen

 

Zu den Jerusalem Reisetipps muss es gehören, dich auf den Sabbat und jüdische Feiertage aufmerksam zu machen, damit diese nicht deine Reiseplanung kaputt machen.

Israelis auf dem Weg zu Purim-Feierlichkeiten, die sich grob als jüdischer Karneval beschreiben lassen

 

 

Bei deiner Reiseplanung für Jerusalem darfst du eines nicht außer Acht lassen: Vor allem der Sabbat und jüdische Feiertage können Probleme bei der Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten mit sich bringen.

 

Der jüdische Sabbat betrifft den Freitagnachmittag und große Teile des Samstags. Der Busverkehr ist deshalb eingeschränkt und Attraktionen wie Yad Vashem bleiben geschlossen.

 

Hinzu kommt: Den Muslimen ist der Freitag heilig, entsprechend bleibt z. B. der Tempelberg freitags für Nicht-Muslime verschlossen. Der Sonntag wiederum ist der Ruhetag der Christen. Das wiederum wirkt sich auf die Öffnungszeiten einiger Kirchen aus.

 

Unter diesem Link findest du eine Liste jüdischer Feiertage. Du solltest die Daten mit deinen Reiseterminen abgleichen, um bei Yad Vashem und Co. nicht vor verschlossenen Türen zu stehen.

 

 

6. Jerusalem Reisetipps zu Unterkünften

 

Wenn ich ein Hotel für eine Städtereise buche, dann orientiere ich mich im Regelfall an Preis und Lage der angebotenen Unterkünfte. Da ich bei einer Städtereise nicht besonders viel Zeit im Hotelzimmer verbringe, lege ich keinen besonders hohen Wert auf dessen Ausstattung. Mit dieser Denke kann man im eher teuren Jerusalem verhältnismäßig günstige Unterkünfte finden.

 

Hinsichtlich der Lage meiner Unterkunft in Jerusalem war mir zudem die Nähe zur Altstadt wichtig. Dort befinden sich schließlich die meisten Sehenswürdigkeiten der Heiligen Stadt.

 

Das nahe dem Damaskustor gelegene Palm Hostel hatte zumindest zu meiner Reisezeit einige der günstigsten Übernachtungspreise. Die Bewertungen waren jedoch teilweise so unterirdisch schlecht, dass ich dort kein Zimmer gebucht habe.

 

Für Hostel-Fans scheint gemäß zahlreicher Berichte das Abraham Hostel (hier bei Booking* und hier bei Agoda*) die so ziemlich beste Wahl in Jerusalem zu sein. Für ein Hostel waren mir die aufgerufenen Preise jedoch eine Runde zu hoch, um ehrlich zu sein.

 

Ich selber habe mich nach einiger Recherche für das Addar Hotel entschieden, das ich über Expedia* gefunden habe. Pluspunkte waren der niedrige Preis (kaum mehr als 40 Euro für ein Doppelzimmer inklusive einem sehr einfachen Frühstück), die relativ gute Lage nur etwa zehn Gehminuten vom Damaskustor entfernt, das freundliche Personal, die Größe des Zimmers, der Balkon, die charmant-altmodische Einrichtung und der orientalisch eingerichtete Eingangsbereich.

 

Trotz dieser eleganten Lobby kann ich dir das Addar Hotel bei meinen Jerusalem Reisetipps nicht bedenkenlos empfehlen.

Die elegante Lobby des Addar Hotels deutet an, dass die Unterkunft vor vielen Jahren eine der besseren Adressen Jerusalems gewesen ist

 

 

Dieses ehemals elegante Hotel hat seine besten Tage schon lange hinter sich. Genau das traf in diesem speziellen Fall meinen Geschmack. Manch einer dürfte jedoch weniger begeistert sein. Daher hier die Nachteile des Addar Hotels:

 

Die Sauberkeit war in Ordnung, nicht jedoch dem deutschen Standard entsprechend. Das Mobiliar war sicherlich schon im Jahre 2002 nicht mehr neu. Vom inkludierten Frühstück sollte man nicht viel erwarten. Ich könnte mir zudem vorstellen, dass es in den kälteren Wintermonaten schwierig werden könnte, das Zimmer vernünftig zu beheizen.

 

Für den oben genannten Preis war das Addar Hotel eine gute Wahl hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses in Jerusalem. Bei deutlich höheren Übernachtungspreisen würde ich mich jedoch eventuell woanders umschauen.

 

Hotels und Hostels in Jerusalem findest du vermutlich generell am besten über Booking.com* und Agoda*. Ein gutes Hostel ist sicherlich das „The Post Hostel Jerusalem*„. Ebenfalls einen Blick werfen würde ich auf das „Shlomtzi Hotel*„, das „DEM Hotel*“ oder das Doppelzimmer im astrein bewerteten „Cinema Hostel Jerusalem*„.

 

Die Preise der Unterkünfte bei Airbnb erschienen mir ebenfalls eher hoch. Senken kannst du sie für dich mit diesem 25-Euro-Gutschein*, den du dir über diesen Link sichern kannst und der für deine erste Reise mit Airbnb gilt.

 

Airbnb-Apartments haben kostentechnisch den Vorteil, dass du dich in ihnen meistens besser selber versorgen kannst als in Hotels. Da das Essengehen in Jerusalem nicht gerade ein Schnäppchen wie in Bangkok ist, kannst du folglich einiges an Geld sparen.

 

 

7. Jerusalem Reisetipps: Die Anreise in die Heilige Stadt

 

Günstige Flüge nach Jerusalem bzw. Israel findest du am besten hier über Skyscanner*. Wenn du schließlich in Israel landest, dann kann es passieren, dass du auf dem Weg zur Passkontrolle abgefangen und mit Fragen gelöchert wirst. Das dient nichts anderem als der Sicherheit im Lande.

 

Meiner Freundin und mir ist diese Fragerei bei der Einreise in Israel erspart geblieben. Lediglich bei der Ausreise mussten wir einige Fragen zu unserer Reise und unseren vorangegangenen Reisen nach Malaysia, Dubai und Abu Dhabi stellen lassen.

 

Hinsichtlich des Flughafentransfers vom Ben Gurion Airport nach Jerusalem hast du folgende Optionen:

 

An allen Tagen der Woche für 24 Stunden (außer am Sabbat) fährt stündlich der Shuttle Bus Nr. 485 nach Jerusalem. Er startet im 2. Stock des Terminal 3 (Gate 23) und fährt bis zur Central Bus Station in Jerusalem. Von der aus kannst du u. a. mit der Tram zu deinem Hotel weiterfahren.

 

Dein Oneway-Ticket kannst du für 16 NIS (etwa 3,70 €) ausschließlich direkt beim Fahrer kaufen. Du musst bar in Schekel zahlen. Du kannst dir keinen Platz im Voraus reservieren.

 

Eine weitere Möglichkeit ist der Egged-Bus 947, der dich in etwas mehr als einer Stunde zur Central Bus Station in Jerusalem befördert. Er startet an der Ben Gurion Airport El Al Kreuzung. Diese erreichst du, indem du an deinem Terminal in einen Shuttle steigst.

 

Eine weitere Option können Shared Taxis sein, die vor dem Flughafengebäude auf Fahrgäste warten. Sie kosten etwa 15 Euro, haben jedoch den Vorteil, dass sie dich direkt vor der Haustür deiner Unterkunft absetzen.

 

Eine Taxifahrt nach Jerusalem sollte dich etwa 180 Schekel und damit etwas mehr als 40 Euro kosten.

 

Wenn du nicht auf dem Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv landest, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du wie ich mit Ryanair nach Eilat geflogen bist. Egged-Busse aus allen möglichen Ecken Israels steuern Jerusalem an. Das gilt natürlich auch für den beliebten Urlaubsort Eilat.

 

Die Fahrt von Eilat nach Jerusalem mit dem Egged-Bus 444 dauerte etwa fünf Stunden und kostete mich 70 NIS (etwas mehr als schlanke 16 Euro). In den Bussen steht dir (eher langsames) Wifi zur Verfügung. Die Ausstattung ist auch ansonsten relativ komfortabel und dem deutschen Standard entsprechend.

 

Hinzu kommt die spektakuläre Natur der Negev Wüste und des Toten Meeres, von der du auf der Fahrt von Eilat nach Jerusalem so einiges zu sehen bekommst.

 

Am besten reservierst du dir dein Ticket vor deinem Reisetag am Schalter im Busbahnhof von Eilat. Während meiner Fahrt am frühen Morgen standen zwischenzeitlich Fahrgäste im Bus. Die Onlinereservierung (ab zwei Wochen vor der Fahrt) ist nur mit Hebräischkenntnissen möglich.

 

Das private Unternehmen Eilatshuttle bietet übrigens ebenfalls Busfahrten vom Roten Meer nach Jerusalem an. Diese sind mit fast 30 Euro jedoch teurer.

 

Von Tel Aviv fahren die Busse mit den Nummern 405 (ab der Tel Aviv Central Station) und 480 (ab Tel Avivs Arlozoroff Bus Terminal) zur Central Bus Station in Jerusalem.

 

 

8. Von A nach B in Jerusalem: Busse, Straßenbahnen und Taxis

 

Zu den Jerusalem Reisetipps muss es gehören, dir Tipps zum Nahverkehr zu geben.

Busse an der arabischen Bushaltestelle am Damaskustor

 

 

Einzelfahrscheine für die Tram (es existiert nur eine Linie) gibt es an den (auch englischsprachigen) Automaten zu kaufen, die sich an den Tram-Haltestellen befinden. Sie kosten 5,90 NIS. Du musst sie nach dem Einsteigen in der Tram an diesen Stempelmaschinen entwerten, wie du sie vermutlich auch aus deutschen Bussen kennst.

 

In meinen Jerusalem Reisetipps erfährst du, dass du Tickets für die Tram an Automaten an den Haltestellen kaufen kannst.

Einer der Kartenautomaten für die Tram in Jerusalem

 

 

Interessant kann eine Fahrt mit dieser Tram übrigens alleine schon sein, weil sie Jerusalem von Ost nach West durchquert und somit gänzlich unterschiedliche Viertel passiert.

 

Die an grüner Farbe und einem X-ähnlichen Symbol zu erkennenden Egged-Busse steuern Ziele im Stadtgebiet von Westjerusalem wie auch im israelischen Umland an. Fahrscheine kosten ebenfalls 5,90 NIS und können direkt beim Fahrer gekauft werden. Über Routen etc. informierst du dich am besten auf dieser Website von Egged.

 

Arabische Busse bringen dich wiederum an Ziele in Ostjerusalem und im Westjordanland bzw. in Palästina. Tickets kannst du beim Fahrer kaufen.

 

Touristisch relevant erscheinen mir vor allem die folgenden Buslinien:

 

 

  • Der arabische Bus mit der Nr. 75 fährt dich vom Damaskustor auf den Ölberg.

 

  • Die ebenfalls arabische Buslinie 231 verfrachtet dich vom Damaskustor nach Bethlehem.

 

  • Die Tramlinie mit der Richtung Mt. Herzl benötigst du, um Yad Vashem zu besuchen.

 

Ich selber habe in Jerusalem kein Taxi genutzt. Solltest du dies jedoch machen, dann bedenke, dass jüdische Taxifahrer nicht nach Ost-Jerusalem fahren. Achte zudem darauf, dass dein Fahrer das Taxameter laufen lässt.

 

 

9. Überblick über die Jerusalem Sehenswürdigkeiten

 

Im Rahmen meiner Jerusalem Reisetipps nenne ich dir die wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten.

Nicht nur meine Blickrichtung macht deutlich, dass der Felsendom sehr sehenswert ist

 

 

Für einen sehr ausführlichen Überblick mit zahlreichen Hintergrundinfos solltest du dir unbedingt meinen Artikel zu den wichtigsten Jerusalem Sehenswürdigkeiten durchlesen.

 

Gleiches gilt für meinen Artikel über die Via Dolorosa, der dir helfen wird, den Kreuzweg individuell zu erkunden.

 

Damit du im Rahmen dieser Jerusalem Reisetipps zunächst einen Überblick über die wichtigsten Attraktionen der größten Stadt Israels erhältst, habe ich sie dir hier kurz aufgelistet:

 

 

Die Sehenswürdigkeiten auf dem Ölberg und im Kidrontal:

 

  • Mariengrab
  • Verratsgrotte
  • Garten Gethsemane
  • Kirche der Nationen (Todesangsbasilika)
  • Maria-Magdalena-Kirche
  • Dominus Flevit
  • Aussichtsplattform vor dem Seven Arches Intercontinental Hotel
  • Paternosterkirche
  • Himmelfahrtskapelle

 

 

Die Jerusalem Sehenswürdigkeiten in der Altstadt:

 

  • Via Dolorosa (Kreuzweg) samt Grabeskirche, Ecce-Homo-Convent und Bethesda
  • Gartengrab (außerhalb der Altstadtmauern)
  • Klagemauer
  • Tempelberg mit Felsendom und al-Aqsa-Moschee
  • Davids-Zitadelle
  • Davidsstadt
  • Der Zionsberg mit dem Letzten Abendsmahlssaal, dem Davidsgrab, der Dormitio-Abtei und dem Grab von Oskar Schindler

 

 

Die Jerusalem Sehenswürdigkeiten in der Neustadt:

 

  • The First Station und die Deutsche Kolonie
  • Jaffa Street und Ben-Yehuda-Street
  • Mahane Yehuda Market
  • Knesset-Führung
  • Israel Museum
  • Yad Vashem
  • Ausflug nach Bethlehem

 

 

Auf der hier verlinkten Google Map kannst du dir zudem einen Überblick über die Lage der genannten Sehenswürdigkeiten verschaffen:

 

 

10. Aussichtspunkte in Jerusalem

 

Ein Jerusalem Reisebericht wäre unvollständig, würde ich nicht auf den Ausblick vom Ölberg auf die Altstadt von Jerusalem erwähnen.

Die vermutlich bekannteste Aussicht von Jerusalem ist diese hier vom Ölberg auf die Altstadt

 

 

Als Aussichtspunkte drängen sich vor allem folgende Orte in Jerusalem auf:

 

 

  • Gang auf der Altstadtmauer (der sog. Ramparts Walk)

 

  • Dächer der Altstadt, die über eine Metalltreppe an der Kreuzung der St. Mark Street und der Habab Street in der Jerusalemer Altstadt zu finden sind

 

  • Ölberg oder alternativ bei Sicherheitsbedenken der Skopusberg

 

  • Dominus Flevit

 

  • Österreichisches Hospiz an der Via Dolorosa

 

  • Himmelfahrtskirche Auguste Viktoria auf dem Ölberg

 

  • Davids-Zitadelle

 

  • Kirchturm der Erlöserkirche

 

 

11. Interessante Viertel abseits der Touristenmassen

 

Als spannend empfinde ich es bei Städtereisen immer wieder, durch „normale“ Viertel abseits der Touristenpfade zu spazieren.

 

Me’a Shearim ist ein solches, dass ich dir empfehlen kann. Das Viertel ist auf extreme Art und Weise jüdisch-orthodox geprägt. So dürfen hier am Sabbat keine Autos fahren.

 

Verwunderlich fand ich es z. B., in einem Supermarkt beobachten zu können, wie sich ein männlicher orthodoxer Jude weigerte, das Wechselgeld aus den Händen der Kassiererin anzunehmen. Diese musste die Münzen erst auf den Tresen legen, bevor sie in das Portemonnaie des orthodoxen Juden wanderten.

 

Das westlich der Altstadt gelegene Stadtviertel Yemin Moshe überzeugt wiederum mit malerischen Gassen und ist definitiv einen Spaziergang wert.

 

 

12. Orientierung in der Altstadt

 

Generell kann ich dir die Apps City Maps to Go oder Maps.Me wärmstens empfehlen. Beide zunächst kostenlosen Kartenapps funktionieren auf GPS Basis offline,wenn du dir zuvor das gewünschte Kartenmaterial heruntergeladen hast.

 

Da die GPS-Ortung in der Altstadt von Jerusalem jedoch nicht immer einwandfrei lief, musste ich ab und an auf die Ausschilderungen zurückgreifen, die regelmäßig an den Wänden und Decken der Altstadt-Gassen ausfindig zu machen sind.

 

Wirf auch unbedingt einen Blick auf meine Jerusalem-Artikel mit den eingebundenen Karten, auf denen ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten markiert habe.

 

 

13. Jerusalem Reisetipps für Ausflüge in die nähere Umgebung

 

In meinen Jerusalem Reisetipps empfehle ich dir Ausflüge von Jerusalem nach Bethlehem, Tel Aviv und ans Tote Meer.

Trotz der Separation Wall erreichst du Bethlehem (und damit Palästina) von Jerusalem aus in etwa einer halben Stunden

 

 

Wenn du bereits vor Ende deines Aufenthaltes in Jerusalem alle Sehenswürdigkeiten abgegrast haben solltest, dann bietet es sich an, Ausflüge ins spektakuläre Umland zu machen.

 

So dauert eine Busfahrt bis ans Tote Meer – und damit in eine der am tiefsten gelegenen Regionen weltweit – kaum mehr als anderthalb Stunden. Dafür kannst du u. a. den günstigen Egged-Bus 486 ab der Jerusalemer Central Bus Station nutzen.

 

Der biblisch erwähnte Ort Ein Gedi ist dort ein beliebter Halt. Gleiches gilt für die berühmte Felsfestung Masada. Ein beliebter Badeort am Toten Meer ist zudem En Bokek, was allerdings noch etwas weiter südlich liegt.

 

Tour-Tipp: Wenn du den Sonnenaufgang bei der Festung Masada, Ein Gedi und ein Bad im Toten Meer an einem Tag erleben möchtest, dann dürfte das von Jerusalem aus am leichtesten mit diesem 12-stündigen Tourangebot* gehen.

 

Das im Vergleich zu Jerusalem verblüffend gegensätzliche Tel Aviv erreichst du u. a. mit den Egged-Bussen 405 oder 480 in kaum mehr als einer Stunde.

 

Der arabische Bus 231 wiederum bietet sich für einen Ausflug nach Bethlehem an. Einen solchen kann ich dir unbedingt empfehlen. Ausführliche Infos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bethlehem sowie praktische Reisetipps findest du in meinem Bethlehem Reisebericht. Jericho und Hebron sind von Jerusalem aus ebenfalls nach relativ kurzer Fahrtzeit erreichbar.

 

Tipp zu Touren ins Westjordanland: Um deinen eigenen Organisationsaufwand zu minimieren, kann es empfehlenswert sein, eine geführte Tour nach Palästina zu buchen. Hier findest du ein gutes Angebot für einen halbtägigen Ausflug nach Bethlehem*, hier wiederum für eine Tagestour, die tiefer ins Westjordanland (Ramallah & Jericho) hineinführt*.

 

 

14. Die besten Kreditkarten für eine Reise nach Jerusalem

 

Hotel- und Flugbuchungen, Busreservierungen – all das läuft ohnehin in vielen Fällen über Kreditkarten.

 

Besonders nützlich finde ich Kreditkarten jedoch vor allem, weil ich dank ihnen weltweit problemlos an Bargeld in der jeweiligen Landeswährung komme. Und mit besonders reisetauglichen Kreditkarten ist das nicht nur besonders praktisch, sondern gleichzeitig auch noch kostensparend. Wieso, weshalb und warum erkläre ich dir in diesem Artikel, in dem ich dir zudem du beiden besten Reise-Kreditkarten vorstelle.

 

Ein kleiner Hinweis am Rande: Am Flughafen Ben-Gurion solltest du am besten nicht an einer Wechselstube Geld umtauschen. Die Gebühren dort sind hoch und werden zudem durch eine Airport-Tax nach Höhe des Tauschbetrages (bei 100 Euro z. B. etwa 10 %) noch weiter in luftige Höhen getrieben. Ein weiterer Grund für die Nutzung einer reisetauglichen Kreditkarte!

 

 

15. Die besten Jerusalem Reiseführer

 

Als eher klassischen Reiseführer für Jerusalem empfehle ich dir dieses gute Stück von DuMont*. Die Karte ist gut nutzbar und die Tourenvorschläge sind hilfreich bei der Reiseplanung. Wissen solltest du allerdings, dass die Infos in diesem Büchlein eher knapp gehalten sind. Insgesamt deutlich ausführlichere Infos zu den unzähligen historischen Stätten in Jerusalem (und ganz Israel) findest du in diesem Reiseführer für Israel und Palästina von Baedeker*.

 

Mit Hintergrundinfos zu Land und Leuten sowie Geheimtipps abseits der üblichen Touristenpfade kann dich das unterhaltsame Buch „Lieblingsorte in Tel Aviv & Jerusalem*“ versorgen. Meine Empfehlung!

 

 

Das war es auch schon mit meinen Jerusalem Reisetipps. Ich hoffe, sie helfen dir dabei, das Beste aus deiner Zeit in dieser unendlich interessanten Stadt herauszuholen.

 

 

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Eine Reise nach Jerusalem will gut geplant werden. Damit du deine begrenzte Zeit in der Heiligen Stadt optimal nutzen kannst, habe ich in diesem Artikel die wichtigsten und praktischsten Jerusalem Reise Tipps für dich gesammelt.

Die 15 wichtigsten Jerusalem Reisetipps

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