Amsterdam Insider Tipps: Die besten Geheimtipps abseits der Massen | Reiseblog Urban Meanderer
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Zu den Amsterdam Insider Tipps bzw. Geheimtipps gehört definitiv das U-Boot an der NDSM-Werft.

Amsterdam Insider Tipps: Die besten Geheimtipps abseits der Massen

Amsterdam ist eine wunderschöne Stadt, die ich dank ihrer Nähe zu meiner Heimatstadt und ihrer übersichtlichen Größe bereits mehrfach so umfassend abgrasen konnte wie Johann Cruyff den Rasen im Stadion von Ajax Amsterdam.

 

Leider darf sich die Hauptstadt der Niederlande auch als eine der meistbesuchten Städte der Welt bezeichnen lassen. Die damit einhergehenden Touristenmassen zeigen sich vor allem rund um den Dam, im Rotlichtviertel sowie am Museumplein und beim Anne-Frank-Haus.

 

Das alles sind ohne Frage interessante und sehenswerte Orte. Das volle Ausmaß von Amsterdams Schönheit und atmosphärischer Einzigartigkeit konnte ich allerdings erst abseits dieser allseits bekannten Sehenswürdigkeiten feststellen.

 

Die 864.000-Einwohner-Stadt ist alles andere als weitläufig, sodass sich Orte jenseits der üblichen Touristenpfade in den meisten Fällen schnell erreichen lassen.

 

Und genau deshalb stelle ich dir hier die für meinen Geschmack besten Amsterdam Insider Tipps vor – aufgeteilt nach Vierteln. Darüber hinaus gebe ich dir Tipps zu kulinarischen Spezialitäten und zum Ausgehen mit auf den Weg. Das sollte dir einen guten Einblick in das alternative Amsterdam abseits der Touristenmassen verschaffen.

 

Bock drauf? Dann starten wir durch:

 

 

Amsterdam Insider Tipps im Zentrum

 

Anne-Frank-Haus, Rotlichtviertel, Dam… Im Bezirk Amsterdam-Centrum befinden sich die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Über diese „üblichen Verdächtigen“ hinaus bietet der Innenstadtkern Amsterdams jedoch weitere Orte, die von wesentlich weniger Reisenden belagert werden. Überzeug dich selber:

 

 

1. Prinseneiland & Realeneiland

 

Zu meinen Amsterdam Insider Tipps gehören auch Prinseneiland und Realeneiland.

Prinseneiland und Realeneiland bieten viel von Amsterdams Vorzügen – ohne die Massen

 

 

Die beiden künstlich angelegten Inseln Prinseneiland und Realeneiland dürfen sich als die Bereiche in Amsterdams Zentrum bezeichnen lassen, die am geringsten von dem Touristenansturm auf die niederländische Hauptstadt betroffen sind. Das liegt wohl an ihrer Randlage und dem grauen Monstrum von Eisenbahntunnel, der zu unterqueren ist, um z. B. vom Bahnhof aus auf diese kleinen Inselchen zu gelangen.

 

An der sonstigen Optik der Gegend dürfte die geringere Beliebtheit jedoch nicht liegen. Hier erwartet dich eine malerische Ecke mit den typischen Vorzügen Amsterdams: Brücken, Grachten, hübsche Häuschen und Hausboote.

 

Das schien in den 1960er Jahren auch Künstlern aufzufallen, die sich hier niederließen. Das wird heutzutage noch durch einige Ateliers deutlich. Ansonsten ist die Gegend vom Schiffbau geprägt. Das zeigt sich wiederum in einer Vielzahl von historischen Lagerhäusern, deren Namen sich teilweise an den Fensterläden ablesen lassen.

 

Insgesamt geht es auf Prinsen- und Realeneiland wesentlich entspannter zu als in den anderen überlaufenen Bereichen des Zentrums von Amsterdam.

 

Wenn du die Vorzüge der Stadt ohne die Massen genießen möchtest, dann lohnt es sich, diese am nördlichen Rande des Zentrums gelegene und besonders gemütliche Ecke abzugrasen. Den Spaziergang könntest du bis ins ebenfalls sehr beschauliche Zeeheldenbuurt fortsetzen, wo du dich bereits genaugenommen in Amsterdam-West befindest.

 

 

2. Haarlemmerstraat und Haarlemmerdijk

 

Zu den Amsterdam Geheimtipps zählen auch Haarlemmerstraat und Haarlemmerdijk.

Die Haarlemmerstraat bietet eine Vielzahl von individuellen Geschäften und Cafés

 

 

Die ineinander übergehenden Straßen Haarlemmerstraat und Haarlemmerdijk im Viertel Haarlemmerbuurt erreichst du von Prinseneiland in wenigen Gehminuten.

 

Auch vom Hauptbahnhof gelangst du in etwa einer Viertelstunde zu Fuß in diese Ecke des Zentrums. Es ist folglich alles andere als kompliziert, diese eher von Einheimischen frequentierte Ecke fürs Shopping oder Essengehen auch für dich zu entdecken.

 

Die Haarlemmerstraat wurde bereits zur besten Shoppingstraße Amsterdams gekürt. Ob das gerechtfertigt ist, kann ich als Shopping-Muffel nicht beurteilen. Fakt ist allerdings, dass die Straßen von zahlreichen kleinen Geschäften gesäumt und reich an Cafés und Imbissen sind. Kaasland hat beispielsweise eine riesige Käseauswahl.

 

Sollte das Wetter bei deinem Aufenthalt in Amsterdam zudem an einem Nachmittag oder Abend gar nicht mitspielen, dann könntest du dir auch einen Film im ältesten noch betriebenen Kino der Stadt anschauen: dem „The Movies“ aus den 1930er Jahren.

 

Ich muss nur die Google-Bildersuche bemühen und bekomme gleich Lust darauf, mir irgendeinen alten Schwarz-Weiß-Schinken in dem Kino anzuschauen, während Amsterdam draußen wie so oft vom Regen heimgesucht wird.

 

Architektonisch können sich die Häuser an der Haarlemmerstraat, am Haarlemerdijk und in den schmalen Seitengassen ebenfalls sehen lassen.

 

 

3. Der Karthuizerhof

 

Unter den Amsterdam Insider Tipps ist der Karthuizerhof einer meiner Favoriten.

Der Karthuizerhof bietet einen wunderbaren Ort zum Entspannen – vor allem natürlich im Frühling

 

 

Amsterdam ist die Heimat von 47 der insgesamt noch etwa 200 in den Niederlanden erhaltenen Höfe (Hofjes). Höfe? Was soll daran jetzt besonders sein, fragst du dich?

 

Das ist leicht erklärt: Die Hofjes, teilweise auch Witwenhäuser genannt, hatten ihre Hochphase vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Im Regelfall bezeichnen sie begrünte und ruhige Innenhöfe, um die herum sich Wohnungen befinden.

 

Gedacht waren diese Wohnkomplexe vor allem für Bedürftige, die kostenlos in den Hofjes unterkamen. Das konnten beispielsweise alte Menschen oder auch mittellose Witwen sein. Gestiftet wurden sie häufig von wohlhabenden Privatleuten, die meistens namensgebend für den jeweiligen Hof waren.

 

Heutzutage muss allerdings Miete bezahlt werden, um in einem der Hofjes hausen zu dürfen. Einige davon sind für die Öffentlichkeit zugänglich und bieten wunderbare Oasen der Ruhe, obwohl sie nur wenige Meter vom Trubel trennt. Das sollte man nutzen, wenn du mich fragst.

 

Von außen sind die Zugänge zu den Hofjes meistens schwer erkennbar, sodass du ihre Adresse wissen solltest. Ebenso sind sie nicht rund um die Uhr für die Allgemeinheit geöffnet. Im besten Fall kennst du deshalb die Öffnungszeiten.

 

Das bekannteste Exemplar seiner Gattung ist der Beginenhof im absoluten Zentrum der Stadt nahe des Spui. Er zählt zu den bedeutenderen Sehenswürdigkeiten der Stadt, sodass du ihn dir mit einigen Touristen teilen musst.

 

Der Karthuizerhof (Karthuizerstraat 21-131) wiederum steht bei so gut wie keinem Touristen auf dem Plan, obwohl er sich unweit des absoluten Zentrums im angesagten Viertel Jordaan befindet und der größte Hofje in Amsterdam ist.

 

Er stammt aus dem Jahre 1650 und wurde als staatliche Anstalt angelegt, in der verwitwete Frauen und alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern unterkamen. Zuvor hatte sich an dieser Stelle das Karthäuserkloster befunden.

 

Der Karthuizerhof bietet dir Ruhe, Bänke zum Entspannen, schöne historische Architektur und hübsche Bepflanzungen. Nimm dir am besten ein Buch oder alles Nötige für ein Picknick mit, um hier ein gepflegtes Päuschen von der Erkundung der Stadt zu genießen.

 

Beachte aber unbedingt, dass es sich um einen privaten Innenhof und keinen öffentlichen Platz handelt.

 

 

Öffnungszeiten: Die finde ich leider nicht. Besser dürfte es sein, hier am hellichten Tag aufzutauchen, um nicht vor verschlossener Tür zu stehen.

 

 

4. Amsterdam Insider Tipps für das In-Viertel Jordaan

 

Zu den Amsterdam Geheimtipps kann man das immer beliebter werdende Jordaan nicht mehr so wirklich zählen.

Jordaan bietet so einige malerische Nebenstraßen

 

 

Wie bereits erwähnt: Der Karthuizerhof befindet sich im Stadtteil Jordaan und damit in einem besonders beliebten Viertel, das nahe der berühmtesten Sehenswürdigkeiten liegt und dennoch nicht bei allen Touristen auf dem Zettel steht.

 

Eine Nennung als „Geheimtipp“ ist seit einiger Zeit sicherlich etwas übertrieben. Trotzdem bietet Jordaan noch immer viele ruhige(re) und besonders charmante Orte und Einblicke in das Leben der Amsterdamer, sodass ich mir die Erwähnung an dieser Stelle nicht verkneifen kann.

 

Jordaan ist schnell erreicht: Sobald du dich vom Anne-Frank-Haus ans andere Ufer der Prinsengracht begibst, bist du bereits in dem Viertel, in dem früher vor allem Arbeiter wohnten.

 

Damit du danach nicht gänzlich ziellos durch Jordaan spazierst, könntest du die folgenden Orte ansteuern:

 

Die Lindengracht ist eine der zentralen Straßen des Viertels. 1895 wurde der Kanal zugeschüttet, sodass die ehemalige Gracht nicht mehr von Booten, sondern nur noch von Autos befahren wird.

 

Der samstags von 9 bis ca. 16 Uhr stattfindende Markt in der Lindengracht gilt als einer der besten Food-Märkte Amsterdams. Vor der gleich um die Ecke gelegenen Noorderkerk stößt du samstags zudem auf den Noordermarkt, der dir – neben Flohmarktware – weitere Essensstände mit typisch holländischen Snacks bietet.

 

Bei meinen Amsterdam Insider Tipps gehe ich auch auf die Märkte in Jordaan ein.

Jordaan ist reich an Märkten, auf denen du u. a. Loempia probieren kannst

 

 

An der Ecke Noordermarkt/Westerstraat dürfte dir anschließend vielleicht schon durch die bis vor den Laden reichende Schlange das „Winkel 43“ auffallen. Dort soll es den besten Apfelkuchen der ganzen Stadt geben. Das habe ich allerdings noch nicht selber überprüft.

 

Die Westerstraat ist auch eine der Hauptschlagadern von Jordaan. Montags findet hier mit dem Westerstraat Market ein weiterer Markt statt, auf dem du dich vor allem durch Klamotten wühlen kannst. Ein Foto wert sind zudem die Tiny Hidden Houses an der Westerstraat 54.

 

Die Brouwersgracht ist wiederum eine der breiten Grachten, zu denen die Massen nicht vordringen. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass sie ihrem Namen nicht mehr alle Ehre macht, da die namensgebenden Brauereien hier nicht mehr aufzufinden sind.

 

Auffällig sind vor allem die ehemaligen Lagerhäuser mit den farblich hervorgehobenen Fensterläden. Von der Brouwersgracht trennt dich übrigens nur noch ein Katzensprung von der bereits erwähnten Haarlemmerstraat.

 

Über diese einzelnen Stationen hinaus macht es einfach Spaß, sich durch das malerische und belebte Viertel mit seinen schönen Gassen treiben zu lassen.

 

Falls du dir bei der Erkundung von Jordaan von einem Einheimischen unter die Arme greifen lassen möchtest, dann solltest du einen Blick auf folgendes Tourangebot werfen:

 

 

 

 

5. Amsterdam Geheimtipps zu den 9 Straatjes

 

Zu den Amsterdam Geheimtipps für Shoppingfans zählen die 9 Straatjes.

Neun Straßen lassen sich leider selten auf einem einzigen Foto festhalten, weshalb ich nur eine von ihnen fotografiert habe

 

 

Die 9 Straatjes bezeichnen eine sehr alte Gegend mit Häusern aus dem 17. Jahrhundert. Namensgebend sind neun kleine Straßen, die sich zwischen Heren-, Keizers- und Prinsengracht sowie der Singel eingenistet haben: Wolvenstraat, Oude Spiegelstraat, Runstraat, Huidenstraat, Hartenstraat, Reestraat, Berenstraat, Wijde Heisteeg und Gasthuismolensteeg.

 

Angelegt wurden sie als Seitenstraßen, um die vier großen Grachten miteinander zu verbinden. Ihre Namen verdanken die 9 Straßen dem Handwerk, das früher in ihnen ausgeübt wurde. Heutzutage wirst du hier allerdings nicht mehr auf Gerbereien und dergleichen stoßen.

 

Vielmehr hat sich hier eine besonders gute Adresse für Shoppingfans entwickelt, die Lust auf individuelleres Einkaufen abseits der üblichen Ketten haben.

 

Ein Bummel entlang der 9 Straatjes kann sich aber auch für dich lohnen, wenn du kein großes Interesse an den zahlreichen kleinen Boutiquen und Spezialgeschäften hast.

 

Zum einen ist das Viertel sehr malerisch. Zum anderen gibt es hier auch einige einladende Cafés und Restaurants, in denen du deinen Beinen eine Pause gönnen könntest. Einige gute Adressen sind die folgenden:

 

 

  • Zipper: Gilt als einer der besten Second-Hand-Läden in Amsterdam.

 

  • Urban Cacao: Unter anderem bekannt für die Macarons.

 

  • De Kaaskamer: Authentisches Geschäft für einen der niederländischen Exportschlager – Käse.

 

  • Waxwell Records: Sehr guter Plattenladen.

 

  • Screaming Beans: Hier wird dir von Kaffeenerds erstklassiger Kaffee gebrüht.

 

  • Amsterdam Watch Company: Wenn du – wie ich – eine Schwäche für Vintage-Armbanduhren hast, dann bist du hier goldrichtig.

 

 

6. Hortus Botanicus

 

Der Hortus Botanicus ist der Botanische Garten Amsterdams, der mit einem der ältesten Gewächshäuser der Welt aufwarten kann. Es stammt aus dem Jahr 1638 und diente damals dem Anbau von Heilpflanzen.

 

Dabei sollte eine Pflanze ausfindig gemacht werden, mit der die Pest behandelt werden konnte. Ebenso sollte den Pflanzen, welche der Seefahrernation bei Expeditionen in der ganzen Welt in die Hände fielen, ein Zuhause geboten werden.

 

Zumindest letzteres Ziel wurde erreicht: Einige der damals aus Übersee mitgebrachten Pflanzen existieren auch heute noch im Hortus Botanicus. Insgesamt haben hier über 4.000 Pflanzen auf einer relativ kleinen Fläche eine Heimat gefunden.

 

Ein Besuch im Palmenhaus des Hortus Botanicus gehört bei mir zum Pflichtprogramm, da es keine Pflanze gibt, die mich mehr in Urlaubsstimmung versetzen kann als Palmen. Palmen setzen der ohnehin schon angenehmen Atmosphäre in Amsterdam die Krone auf.

 

Das Schmetterlingshaus ist ebenfalls sehenswert. Darüber hinaus ist der Hortus Botanicus Amsterdam-würdig umgeben von Wasser, sodass es auch im Außenbereich einige gut platzierte Sitzbänke zum Entspannen gibt.

 

Zu den Amsterdam Insidertipps zählt auch der Hortus Botanicus.

Der Hortus Botanicus ist definitiv ein schöner Ort für ein Päuschen im Grünen

 

 

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im Juli und August sonntags bis 19 Uhr zugänglich.

 

Eintritt: 9,75 € (Studenten und Senioren: 5,50 €)

 

 

7. Openbare Bibliotheek Amsterdam (OBA)

 

Die öffentliche Bibliothek Amsterdams bietet einen mehr als netten Ausblick über das Stadtzentrum. Dafür musst du dich ganz einfach auf die Dachterrasse begeben, die du über die Rolltreppen erreichst. Der Spaß kostet dich schlanke 0,00 €.

 

Das Bibliotheksgebäude ist darüber hinaus architektonisch interessant. Das verwundert wenig, wenn man weiß, dass der bedeutende niederländische Architekt und Städteplaner Joe Coenen am Werk war.

 

Die OBA ist zudem als Ort der Ruhe unweit des Trubels am Hauptbahnhof mit bequemen Sesseln (und ohne Konsumzwang!) einen Abstecher wert.

 

 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 22 Uhr.

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Weitere Amsterdam Insider Tipps für das Zentrum

 

Das Zentrum von Amsterdam bietet noch einige weitere Orte, die interessant für dich sein könnten:

 

 

  • Dachterrasse des Museums NEMO: Zwischen 10 und 17 Uhr erhältst du hier einen ähnlich sehenswerten Ausblick wie vom Dach der OBA. Auch hier ist der Zugang kostenlos, sodass du das Museum nicht besichtigen musst.

 

  • Blue Amsterdam: Das Café und Restaurant Blue Amsterdam liegt in unmittelbarer Nähe des Blumenmarktes und bietet aus einem 30 Meter hohen Glasturm einen 360-Rundumblick über Amsterdam.

 

  • Museumshaven am Oosterdok: Hier gibt es zum Nulltarif ein paar schöne historische Schiffe zu bewundern.

 

  • Eichholtz Delicatessen: Lust auf Vegemite, Marmite & Co.? Bei Eichholtz findest du Essen aus aller Welt.

 

  • Oudemanhuispoort Book Market: Sehr atmosphärischer Büchermarkt wie aus vergangenen Zeiten, der sich in einem Unigebäude befindet. Die (leider meist niederländischen Bücher) befinden sich auf kleinen Ständen und in Regalen, die sich in den Nischen an der Wand eingenistet haben.

 

Auch in Amsterdams Zentrum lassen sich geheime Ecken abseits der Touristenmassen finden.

Im Zentrum von Amsterdam lohnt es sich immer wieder, in die ein oder andere Seitenstraße abzubiegen, um auf ruhigere Ecken zu stoßen (hier: Prinseneiland)

 

 

Amsterdam Insider Tipps in Amsterdam West

 

Erstaunlich wenig touristisch präsentiert sich auch der Bereich westlich und nordwestlich des Zentrums. Hier gibt es vor allem zwei Amsterdam Geheimtipps, die ich dir empfehlen kann – den Westerpark und die Foodhallen.

 

 

8. Amsterdam Insider Tipps: Westergasfabriek und Westerpark

 

Der Westerpark ist nicht weniger als ein sehr schönes Gelände mit weitläufigen Parkflächen, einem Teich, historischen Gebäuden, einem Kulturzentrum und – zu allem Überfluss – kostenlosem WLAN.

 

Während der Botanische Garten vor allem in den Wintermonaten ein guter Ort ist, sich ins Grüne zu verabschieden, so ist der Westerpark besonders gut für die sommerliche Flucht aus der hübschen Amsterdamer Betonwüste geeignet.

 

Das scheint hauptsächlich Einheimischen bekannt zu sein, denn andere Touristen konnte ich hier kaum ausmachen. Das macht den Westerpark zu einem besonders schönen Geheimtipp für die Sommermonate.

 

Neben den schönen Grünflächen ist die Westergasfabriek einer der Hauptanziehungspunkte im Westerpark. Sie ist ein kleines Hipster-Paradies mit Bars und Shops.

 

Besonders beliebte Adressen sind das Bakkerswinkel (für gutes Frühstück), die Brauerei Troost (für Bier, Burger und Pommes) und die Esspressofabriek (für Apfelkuchen und – ganz überraschend – Espresso).

 

Auch Veranstaltungen wie Konzerte, Filmvorführungen oder Vorträge finden in der Westergasfabriek statt. Größere Events beheimatet wiederum vor allem der im Westerpark befindliche, ehemals größte Gaskessel Europas, der in eine 3.500 Leute fassende Halle umfunktioniert wurde.

 

An jedem ersten Sonntag im Monat findet auf dem Platz neben der Westergasfabriek zudem ein Sunday Market mit Foodtrucks (Eis, Tacos, Sandwiches etc.), handgemachten Produkten der originellen Sorte und weiterem Pipapo, der Spaß macht, statt.

 

 

9. Foodhallen

 

Einer meiner Amsterdam Insider Tipps der kulinarischen Sorte sind die Foodhallen.

Der Zugang zum Fresstempel namens Foodhallen

 

 

Die Foodhallen bestehen aus zwei großen Hallen mit unzähligen Fressständen, die zwar nicht gerade mit Schnäppchenpreisen, dafür aber mit Spezialitäten aus aller Herren Länder aufwarten können.

 

Sie sind Teil des Gebäudekomplexes De Hallen, der früher als Abstellhalle für Straßenbahnen diente. Das gibt natürlich eine insgesamt würdige Heimat für einen Fresstempel ab.

 

Wenn du schon in so einigen Ländern auf der Welt unterwegs warst, findest du hier vermutlich das ein oder andere Gericht, dass du auf deinen Reisen kennen- und liebengelernt hast.

 

Aufstocken könntest du deine kulinarischen Reiseerfahrungen in den Foodhallen auch auf Amsterdamer Art – und zwar mit den besonders beliebten I-Scream Waffeln. Falls der Name noch nicht Klick gemacht hat: Es handelt sich um Eis mit Waffeln, was selbstverständlich eine grandiose Kombination ist.

 

 

Öffnungszeiten: Von Sonntag bis Donnerstag zwischen 11:00 und 23:30 Uhr geöffnet. Freitag und Samstag kannst du dich von 11:00 bis 1:00 Uhr in den Foodhallen aufhalten.

 

 

Bonustipp für Amsterdam West

 

Auch für den Westen Amsterdams habe ich einen zusätzlichen Tipp für dich – und zwar die Molen de Otter. Mit ihr bekommst du in der Innenstadt eine Windmühle zu sehen, wie sie für die Niederlande so typisch ist.

 

Der Nachteil: Das gute Stück glänzt nicht gerade mit einer sonderlich malerischen Lage. Am schönsten ist vermutlich noch der Blick auf die Mühle vom Park an der Ecke Visseringstraat/Buyskade. Vielleicht lässt sich ein Abstecher zur Molen de Otter irgendwie in deinen Streifzug durch Amsterdam West integrieren.

 

 

Amsterdam Insider Tipps für Amsterdam Zuid

 

Amsterdam Zuid beschreibt – vereinfacht gesagt – weite Teile des Bereichs südlich und südwestlich des Vondelparks. Sehenswert ist hier vor allem das angesagte Viertel De Pijp.

 

 

10. Das Viertel De Pijp

 

Zu den Geheimtipps für Amsterdam zählt der beliebte Albert Cuypmarkt nicht.

De Pijp hat noch mehr zu bieten als den Albert Cuypmarkt

 

 

Der Albert Cuypmarkt mit seinen etwa 100 Ständen zieht eine ganze Menge von Touristen nach De Pijp. Nach dem Kauf von Käse, Fisch, Sonnenbrillen, T-Shirts & Co. treibt es die Massen jedoch eher wieder zurück in Richtung Rotlichtviertel & Co.

 

Du solltest es dir vielleicht anders überlegen und De Pijp mindestens mit einem kleinen Spaziergang würdigen. Das lohnt sich z. B., wenn du Cafés, Bars und Restaurants kennenlernen möchtest, die vor allem von Einheimischen frequentiert werden.

 

Folgende Adressen solltest du im ehemaligen Arbeiterviertel, das mittlerweile die Heimat vieler Studenten, Künstler und Menschen aus etwa 140 Nationen ist, auf dem Schirm haben:

 

 

  • Sarphatipark: Bei gutem Wetter platzt dieser hübsche Park, der von schönen Altbauten umgeben ist, aus allen Nähten. Seine Mitte wird von einem sehenswerten Denkmal geschmückt. Übrigens: Um ein Haar wäre auf der Fläche des Sarphatiparks um 1870 herum der Hauptbahnhof gebaut worden. Im Dachgeschoss des Hauses Sarphatipark 42 unterhielt übrigens der berühmte Maler Piet Mondrian für mehrere Jahre sein Atelier.

 

  • Massimo Gelato: Vom Sarphatipark erreichst du diese Eisdiele blitzschnell. Wenn man an der Schlange vor dem Laden ablesen kann, dass die Ware gut ist, dann dürfte hier besonders gutes Eis unters Volk gebracht werden.

 

  • Brouwerij Troost: Auf die Brauerei Troost mit ihrem Craft Beer-Angebot stößt du nicht nur in der Westergasfabriek, sondern auch im Süden von De Pijp – und das in einem nicht gerade kleinen Gebäude, sodass man fast schon von einem Bierpalast sprechen kann.

 

Einer meiner Amsterdam Insider Tipps ist der Sarphatipark im Viertel De Pijp.

Bei schönem Wetter platzt der Sarphatipark aus allen Nähten

 

 

Bonus-Geheimtipps für Amsterdam Zuid

 

Auch für Amsterdam Zuid kann ich dir über De Pijp hinaus noch zwei weitere kleine Amsterdam Insider Tipps nennen:

 

 

  • Zevenlandenhuizen: Das „Haus der sieben Länder“ befindet sich gleich östlich des Vondelparks. Ein Besuch ist in meinen Augen kein absolutes Muss. Dennoch bietet das Gebäude eine ganz nett anzuschauende Architekturbesonderheit, bei der nebeneinander sieben Häuser stehen, die jeweils im Architekturstil eines der sieben Länder (Deutschland, Niederlande, Russland, Spanien, Italien, England, Frankreich) gestaltet wurden.

 

  • Cornelis Schuytstraat: Diese Straße liegt südlich des Vondelparks und kann mit vielen Cafés aufwarten. Die Ecke wird auch als Little Paris bezeichnet. Das kann ich nicht komplett nachvollziehen. Trotzdem kann sich ein Abstecher in diese Ecke Amsterdams lohnen, da es rund um den Vondelpark zahlreiche hochherrschaftliche Stadthäuser zu sehen gibt.

 

 

Die Amsterdam Geheimtipps in Amsterdam Noord

 

Das industriell geprägte Amsterdam Noord entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem neuen Hotspot der Stadt.

 

 

11. NDSM-Werft

 

Unter den Amsterdam Insider Tipps zählt die NDSM-Werft zu meinen absoluten Favoriten.

Bei der NDSM-Werft zeigt sich Amsterdam unweit des Hauptbahnhofs von einer ganz anderen Seite

 

 

Schon bei der Einfahrt mit der (kostenlosen) Fähre wusste ich, dass ich das Gelände der NDSM-Werft lieben würde. Grund dafür war das ausrangierte und 90 Meter lange sowjetische U-Boot von 1956, das sich seit 2002 in Amsterdam befindet und im Bereich der NDSM-Werft vor sich hingammelt.

 

Leider ist das gute Stück Geschichte aus den Zeiten des Kalten Krieges nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Zahlreiche Pläne für die Nutzung des U-Boots – u. a. ein Einsatz als Partylocation oder für Modeschauen – wurden bisher nicht umgesetzt.

 

Mir persönlich reicht aber auch die Nutzung als vor sich hinrostender Blickfang im Hafen der NDSM-Werft.

 

Apropos NDSM-Werft: Ich habe eine große Schwäche für lange vernachlässigte Bereiche von Städten, denen durch Kreative wieder Leben eingehaucht wird. Genau das und einiges mehr bietet dieses ehemalige Werftgelände, was es für mich zu einem der spannendsten Amsterdam Insider Tipps überhaupt macht.

 

Unter den Amsterdam Geheimtipps gefällt mir die NDSM-Werft besonders gut.

Auch wenn es auf diesem Foto vielleicht nicht ganz deutlich wird: Ich fand es großartig, die NDSM-Werft zu erkunden

 

 

Nach der Erkundung der Amsterdamer Innenstadt, die fast durchweg eine optische Augenweide ist, bietet dieser interessante Winkel der Stadt mit seiner industriellen Hässlichkeit einen sehr spannenden Kontrast.

 

Die NDSM-Werft beschreibt ein großes Gelände am Ufer des Flusses IJ, das bis in die 1980er Jahre die Heimat einer Schiffswerft war. Diese Zeiten sind längst vorbei, sodass du hier heutzutage auf die Heimat einiger Restaurants und Cafés, Hotels, Festivals, eines Skateparks, einer Künstlergemeinschaft, des Hauptsitzes von MTV, eines riesigen Flohmarkts und einiger Veranstaltungen stößt.

 

Verhungern bzw. verdursten musst du hier auf keinen Fall. Dafür sorgen u. a. das Pllek (Café aus Schiffscontainern mit einem tollen Blick über die IJ) und das Noorderlicht (Café mit Speis und Trank).

 

Ebenfalls kann es eine gute Idee sein, sich einfach die ein oder andere Stroopwafel mitzubringen und diese auf einer der Bänke mit Blick in Richtung Innenstadt zu vernichten.

 

Neben den Cafés und dem U-Boot gibt es auch noch so Spezialitäten wie Street Art (u. a. ein überdimensional großes Porträt von Anne Frank), eine ausrangierte Tram und originelle Hotels wie das Botel* und das Faranda Crane Hotel* zu erkunden.

 

Amsterdam Insider Tipps: Wer auf Street Art steht, stößt an der NDSM-Werft u. a. auf das Portrait von Anne Frank.

Das Street Art-Portrait von Anne Frank an der NDSM-Werft

 

 

Einmal im Monat lohnt sich die Anfahrt zur NDSM-Werft zudem aus einem ganz besonderen Grund: Dann findet auf dem Gelände samstags und sonntags der größte Flohmarkt Europas statt – der Flohmarkt IJ-Hallen. In den Sommermonaten kannst du dich draußen durch hunderte Stände wühlen, im Winter in der Halle.

 

Bei Amsterdam Geheimtipps darf auch ein Hinweis zum Flohmarkt in den IJ Hallen nicht fehlen.

Die IJ Hallen sind die Heimat des größten europäischen Flohmarkts

 

 

Anfahrt: Die gängigste Variante dürfte die Anfahrt mit der Fähre Nr. 906 (für Fußgänger und Fahrradfahrer kostenlos!) sein. Die Fähre startet von einem der Anleger hinter dem Hauptbahnhof und benötigt für die Fahrt etwa zehn Minuten. Unter diesem Link kannst du dich über die Fahrzeiten schlaumachen. Nachts fährt die Fähre mit der Nr. 905.

 

 

Bonus-Geheimtipp für Amsterdam Noord

 

Falls du sowohl von den schönen Amsterdamer Stadthäusern als auch dem industriellen Charme der NDSM-Werft genug haben solltest, dann könntest du vom Werftgelände aus bis nach Ransdorp fahren.

 

Ransdorp ist ein per Fahrradtour leicht erreichbares Dorf am Stadtrand. Wenn du also sonst keine Gelegenheit findest, dir das ländliche Holland anzuschauen, dann dürfte Ransdorp ein guter Ersatz sein.

 

Du müsstest dir einfach ein Fahrrad leihen, dich hinter dem Hauptbahnhof auf die kostenlose Fähre zur NDSM-Werft begeben und von dort aus bis nach Ransdorp radeln.

 

 

12. Amsterdam Geheimtipps: Die unbekannteren Museen

 

Das Rijksmuseum und Van Gogh Museum platzen aus allen Nähten. Amsterdams Museenlandschaft hat allerdings noch weitere interessante Orte zu bieten, an denen man sich nicht so sehr gegenseitig im Weg steht. Vielleicht ist das ein oder andere der folgenden Museen auch für dich von Interesse:

 

 

A) Ons‘ Lieve Heer op Solder

 

Im sehr touristischen Rotlichtviertel liegend, aber von den großen Touristenmassen übersehen, befindet sich ein von außen eher unscheinbar wirkendes Museum, das mit einer großen Überraschung aufwarten kann: einer geheimen Kirche auf dem Dachboden!

 

In einer Zeit, in der Katholiken ihren Glauben nicht öffentlich ausleben durften, verbanden katholische Geschäftsleute heimlich drei Kanalhäuser, um Platz für eine Geheimkirche zu schaffen. Das finde ich ziemlich speziell!

 

 

Eintritt: 12,50 € (Studenten: 10 €). Das Ticket samt Audioguide kannst du dir auch vorab online unter diesem Link sichern*.

 

Öffnungszeiten: Von 10 bis 18 Uhr, sonntags allerdings erst ab 13 Uhr geöffnet.

 

 

B) Moco

 

Seit 2016 befindet sich in einer alten Stadtvilla am Museumplein ein kleines Museum für recht leicht verdaubare Moderne Kunst. Während meines Aufenthalts in Amsterdam wurde z. B. eine Ausstellung der weltbekannten Street Art-Ikone Banksy präsentiert. Wegen der Popularität von Banksy ist das Moco vielleicht kein wirklicher Geheimtipp. Unter den berühmten Museen am Museumplein ist es dennoch nach wie vor ein Underdog.

 

 

Eintritt: 15 € (Studenten: 12,50 €). Unter dem folgenden Link kannst du dir ein Ticket für das Moco in Kombination mit einer Grachtenfahrt* sichern.

 

Öffnungszeiten: Sonntags bis donnerstags von 9 bis 19 Uhr, freitags und samstags von 9 bis 20 Uhr. Im Juli und August verlängert sich die Öffnungszeit um eine Stunde.

 

 

C) Museum Van Loon

 

In der Keizersgracht 672 stößt du auf ein kleines Museum, in dem du dir das Wohnhaus einer niederländischen Patrizierfamilie anschauen kannst. Interessant ist das dank der historischen und prächtigen Einrichtung, die aus der Entstehungszeit des Hauses stammt: dem 17. Jahrhundert. Sehenswert sind auch einige Gemälde niederländischer Meister. Mit zum Museum zählt zudem der wunderschöne Garten.

 

 

Eintritt: 9 €

 

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

 

 

D) FOAM

 

Zu den Amsterdam Insider-Tipps für Museen zählt auch das FOAM.

Museumsspaß abseits der Massen bietet das FOAM da drüben auf der anderen Seite der Gracht

 

 

Dem Museum van Loon beinahe direkt gegenüber liegt das Fotografiemuseum FOAM, in dem du dich in einem weiteren alten Kanalhaus mit beeindruckenden Fotografien beschäftigen kannst.

 

 

Eintritt: 12,50 €. Hier geht es zu einem Onlineticket für das FOAM*.

 

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr. Donnerstags und freitags zudem bis 21 Uhr geöffnet.

 

 

E) Widerstandsmuseum (Verzetsmuseum)

 

Dieses Museum setzt sich im Osten der Stadt mit dem Widerstand gegen die deutsche Besatzung während der Nazizeit auseinander. Für Geschichtsinteressierte ist das sicherlich ein spannendes Thema.

 

 

Eintritt: 11 €.

 

Öffnungszeiten: Unter der Woche von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

 

 

F) Museum Willet-Holthuysen

 

Zentral an der Herengracht gelegenes Museum, in dem du einen Einblick in das Leben eines reichen Paares während des goldenen Zeitalters der Niederlande erhältst.

 

 

Eintritt: 12,50 €. Ein Ticket für den Einlass samt einstündiger Führung könntest du dir unter diesem Link sichern*.

 

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 17 Uhr.

 

 

G) Vrolik

 

Das Vrolik bietet eine Ausstellung über anatomische Fehlbildungen und hat sich in einem Unigebäude am südlichen Stadtrand eingenistet. Die Lage weit abseits der üblichen Touristenpfade und die morbiden Ausstellungsstücke rechtfertigen auf alle Fälle eine Nennung unter den Amsterdam Insider Tipps.

 

 

Eintritt: kostenlos

 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr.

 

 

Ein eventueller Spartipp am Rande: Die I Amsterdam-Card beinhaltet u. a. kostenlosen Eintritt in einige der genannten Museen (44 um genau zu sein) und eine kostenlose Nutzung des Nahverkehrs.

 

 

 

 

13. Amsterdam Insider Tipps zum Essen

 

Amsterdam Insider Tipps wären unvollständig ohne Hinweise zu den lokalen Spezialitäten.

Das Essengehen kann in Amsterdam nicht nur wegen der schönen Kulissen Spaß machen

 

 

Damit du bei deinem Amsterdam-Trip nicht nur Käse und Pommes isst, nenne ich dir an dieser Stelle einige der häufiger in Amsterdam zu findenden Spezialitäten. Dazu gehören typische holländische Snacks, aber auch Köstlichkeiten aus ehemaligen niederländischen Kolonien wie Surinam und Indonesien. Auf geht’s:

 

 

  • Haring: Rohen Hering – meistens serviert mit Zwiebeln und Essiggurken – findest du in Amsterdam bestimmt ähnlich häufig wie Coffeeshops. Der saure Spaß wird auch gerne in einem Brötchen als Broodje Haring verkauft. Du wirst vermutlich schon aus Deutschland wissen, dass roher Hering nichts für jedermann ist. Ich stehe aber drauf.

 

  • Kibbeling: Diese Fischspezialität bekommst du an den meisten Haring-Ständen. Sie besteht aus frittierten Fischstückchen, die oft vom Kabeljau stammen und in Remoulade oder Knoblauchsauce getunkt werden.

 

  • Pommes: In Amsterdam werden sehr dicke Pommes unters Volk gebracht. Die sind sehr lecker, obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Pommes bin, die innen noch sehr weich sind. In Deutschland unbekannte Kombinationen aus Satay-Sauce, Mayo und Zwiebeln (patatje oorlog) heben die Pommes zudem aufs nächste Level.

 

  • Bitterballen: Diese frittierten Fleischbälle werden mit Senf gegessen – und das besonders gerne als Snack zum Bier.

 

  • Stamppot: Traditioneller Eintopf aus Kartoffelstampf, der mit Gemüsearten wie Kohl, Spinat, Sauerkraut oder Karotten vermengt und mit einer Wurst serviert wird.

 

  • Käse: Käse ist eine der Spezialitäten, die es aus den Niederlanden bis auf die Esstische in der ganzen Welt geschafft hat. Besonders gut bewundern und kaufen kannst du dir typisch niederländischen Käse in der weiter oben bereits erwähnten „Kaaskamer“ in den 9 Straatjes.

 

  • Food-Automaten bei Febo: Geld rein, Fach öffnen und schon kannst du Köstlichkeiten wie Kroketten oder einen Burger dein Eigen nennen. Das ist typisch holländisch.

 

  • Rijsttafel: Klassiker in der Küche Amsterdams, bei dem dir mehrere kleinere Gerichte aus verschiedenen Regionen der ehemals niederländischen Kolonie Indonesien serviert werden. Hintergrund: Die Kolonialherren sollten auf diese Art in die indonesische Küche eingeführt werden.

 

  • Satay: Ein weiterer Klassiker der indonesischen Küche, der auch in Amsterdam besonders beliebt ist. Die Fleischspieße in einer scharfen Erdnusssauce sind definitiv empfehlenswert.

 

  • Loempia: Ein wichtiger Bestandteil der Street Food-Kultur in Amsterdam sind Loempia in der vietnamesischen Version. Bei diesen handelt es sich um frittierte Teigröllchen, die meistens mit Glasnudeln, Gemüse, Pilzen und Schweinefleisch gefüllt werden. Du kannst sie selber mit einer scharfen oder süßen Chilisauce aus einer der großen Pullen verfeinern.

 

  • Pannekoeken und Poffertjes (Mini-Pfannkuchen): Zu Pfannkuchen werde ich dir wohl wenig Neues berichten können. In Amsterdam findest du sie in speziellen Restaurants (Pannekoekenhuis) oder am Straßenstand deines Vertrauens. Garniert werden können sie u. a. mit Puderzucker, Apfelstücken oder auch Schinken oder Käse.

 

  • Stroopwafel: Konsistenztechnisch erinnern Stroopwafeln etwas an schon länger offen liegendes Gebäck. Sie bieten dennoch eine sehr leckere Kombination aus dünnen Waffeln, zwischen denen sich Karamell-Sirup befindet.

 

Zu den Amsterdam Geheimtipps kann man auch die Essensautomaten von Febo zählen.

Essen aus dem Automaten ist in Amsterdam nichts Ungewöhnliches

 

 

Bei einem zukünftigen Amsterdam-Besuch steht bei mir zudem ein Abstecher in einen der surinamischen Imbisse an, um mich dort mit einem Roti to Go zu versorgen. Das habe ich bisher versäumt.

 

Falls du Lust darauf hast, dich von Einheimischen in die Esskultur Amsterdams einführen zu lassen, dann wirf einen Blick auf die folgenden Food-Touren:

 

 

 

 

 

 

14. Amsterdam Insider Tipps zum Ausgehen

 

Wenn man zahlreichen US-Komödien Glauben schenken darf, dann ist es der Traum eines jeden Amerikaners unter 18 Jahren, einmal im Leben in Amsterdam auf den Putz zu hauen. Das übertrug sich früher zugegebenermaßen auch auf deutsche Jugendliche wie mich, die nur zweieinhalb Autostunden von Amsterdam entfernt aufgewachsen sind.

 

Ein wichtiger Bestandteil beim Ausgehen in Amsterdam ist eindeutig Bier. Amsterdam ist immerhin die Heimat des berühmten Heineken. Ein spezielleres Biererlebnis bekommst du jedoch in der Brouwerij t IJ, in der dir in einer typisch holländischen Windmühle Craft Beer vorgesetzt wird. Sehr cool!

 

Apropos Craft Beer: Für solches solltest du auch die bereits erwähnte Brouwerij Troost in De Pijp oder in der Westergasfabriek auf dem Zettel haben. Eine schön am Wasser gelegene Kneipe mit leichtem Hippiecharme ist darüber hinaus Hannekes Boom.

 

Ebenso solltest du eine der traditionellen „braunen Kneipen/Bars/Cafés“ der Stadt nicht außer acht lassen. Die haben ihren Namen nicht der politischen Gesinnung ihrer Betreiber, sondern der Tatsache zu verdanken, dass sie innen mit Holz vertäfelt sind. Eines der ältesten und schönsten Exemplare dieser Art dürfte das Het Papeneiland in Jordaan sein.

 

Für große Bierliebhaber könnte die folgende Führung durch die Amsterdamer Brauerei- und Bierlandschaft interessant sein:

 

 

 

 

Ein Spirituosenklassiker ist in Amsterdam bzw. den Niederlanden zudem Jenever (bzw. Genever). Dabei handelt es sich um Wacholderschnaps. Ich hasse Schnaps, sodass das Zeug überhaupt nichts für mich ist. Ein guter Ort für einen Probeschluck kann jedoch die im Zentrum unweit des Dam gelegene Jenever-Brauerei „Wynand Fockink Proeflokaal and Spirits“ sein.

 

Zu Amsterdam Insider Tipps gehören natürlich auch Infos zu den berühmten Coffeeshops.

Ein optisch besonders herausstechendes Exemplar von Coffeeshop

 

 

Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich Amsterdams legendäre Coffeeshops. Coffeeshop heißt: In diesem Lokal darf komplett legal Gras und Haschisch gekauft und konsumiert werden.

 

Das darf geraucht (pur wegen des Tabakverbots), in Keksform (Space-Cookie) oder als Gesöff (Milchshake) geschehen. Mir persönlich reicht es jedoch vollkommen, auf einen maximal mit Zucker aufgemotzten Eistee in einem der Coffeeshops vorbeizuschauen, um diesen Klassiker in der Amsterdamer Gastronomie von innen zu erleben.

 

Wenn deine Amsterdam-Abenteuerlust jedoch mit der eines amerikanischen College-Studenten mithalten kann, du aber nicht wahllos in einen der Läden stolpern möchtest, dann kannst du dir diese Auflistung der besten Coffeeshops (Rangliste nach Gästebewertungen bei Tripadvisor) als Inspiration anschauen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist die Teilnahme an der folgenden Führung, in der dir die Amsterdamer Coffeeshop-Kultur nähergebracht wird:

 

 

 

 

Einige abschließende Amsterdam Geheimtipps

 

Hinsichtlich der Geheimtipps zu weniger bekannten Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Besonderheiten habe ich mein Pulver verschossen. Ein paar weitere Tipps zu Unterkünften, alternativen Touren und guter Lektüre habe ich jedoch noch auf Lager.

 

 

1. Amsterdam Geheimtipps zu besonderen Unterkünften

 

Zu meinen Amsterdam Insider Tipps gehören auch Infos zu alternativen Stadtteilen zum Unterkommen.

Das Zevenlandenhuisen würde auch eine nette Bleibe abgeben

 

 

Sich im absoluten Stadtzentrum eine Unterkunft zu suchen, bringt selbstverständlich so einige Vorteile mit sich. Du informierst dich allerdings gerade über Amsterdam Insider Tipps und möchtest offensichtlich das Amsterdam abseits der Touristenpfade kennenlernen.

 

Für dieses Vorhaben kann es hilfreich sein, sich eine Unterkunft zu suchen, die in einer Ecke der Stadt liegt, in der die Anzahl der Einheimischen die der Touristen überschreitet.

 

Ein solches Viertel kann einige Vorteile gegenüber dem vom Tourismus geprägten Zentrum mitbringen: Oft ist es von ihm aus leichter, in die niederländische Kultur einzutauchen und sich unter die Einheimischen zu mischen. Ebenso ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hotels oftmals besser. Auch können die Preise in den Lokalen und Supermärkten niedriger ausfallen.

 

Hier daher ein paar Anregungen für deine Unterkunftssuche in sehenswerten Stadtteilen außerhalb des absoluten Innenstadtkerns:

 

 

A) Jordaan

 

Jordaan ist ein besonders schöner und beliebter Teil der Stadt, der einen guten Kompromiss zwischen der Nähe zu den Hauptsehenswürdigkeiten und Einblicken in das Leben der Amsterdamer liefert. Das Viertel hat nicht umsonst ein eigenes Kapitel in meinen Geheimtipps für Amsterdam spendiert bekommen.

 

 

  • Hotel Il Fiore*: Im Zentrum von Jordaan an der Lindengracht gelegenes 3-Sterne-Hotel mit astreinem Bewertungsprofil.

 

 

 

B) De Pijp

 

Was für Jordaan gilt, zählt in ähnlicher Form auch für De Pijp. Das Viertel ist eine sehr belebte Ecke, in die Touristen hauptsächlich wegen des Albert Cuypmarkts vordringen. Die Lage in der Nähe des Museumplein und Vondelparks bietet insgesamt eine gute Basis zur Erkundung von Amsterdam.

 

 

 

 

 

C) Oud-West

 

Oud-West beschreibt den Bereich nördlich des Vondelparks und damit Heimat der Foodhallen. Strategisch liegt auch dieser Teil der Stadt sehr praktisch und ermöglicht gleichzeitig gute Einblicke in das Amsterdam abseits der üblichen Pfade.

 

 

 

 

 

D) Amsterdam Noord

 

Amsterdam Noord ist die Heimat der NDSM-Werft und des A’DAM Tower. Diese Ecke der Stadt ist industriell geprägt und bietet nicht viel von dem, was man sich unter Amsterdam vorstellt.

 

Gerade deswegen ist Amsterdam Noord jedoch auch ein besonders interessantes Pflaster. Die Anbindung ans Zentrum ist gut. Nur eine etwa zehnminütige Fährfahrt trennt den Norden vom Hauptbahnhof im Stadtzentrum. Außerdem stößt du hier auf einige Unterkünfte der originelleren Art:

 

 

  • Botel*: Einzigartig an der NDSM-Werft gelegenes Schiff mit Hotelzimmern, die – für Amsterdamer Verhältnisse – ziemlich günstig sind.

 

  • Sir Adam*: 4-Sterne Hotel im coolen Retrostil, das sich im A’DAM Tower befindet, der auch die höchste Schaukel Europas beheimatet und eine Attraktion für sich ist. Teils werden die Zimmer für relativ wenig Geld angeboten, was dann für ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sorgt.

 

  • Crane Hotel Faralda*: Dieses 5-Sterne-Hotel in einem Kran kann ich hier trotz des enorm hohen Preises nicht unerwähnt lassen.

 

 

 

 

 

Insgesamt empfehle ich dir für deine Unterkunftssuche meinen ausführlichen Artikel mit weiteren konkreten Hoteltipps für Amsterdam in den genannten Vierteln. Du findest ihn unter dem folgenden Link:

 

 

 

 

Sollte Booking.com (deren Hauptsitz befindet sich übrigens in der Herengracht) nichts für dich bieten, dann schau auch bei Airbnb vorbei. Falls du darüber noch nie eine Unterkunft gebucht haben solltest, dann kannst du dir für deine erste Buchung unter diesem Link 25-Euro-Startguthaben* sichern.

 

 

2. Amsterdam Geheimtipps zu alternativen Tourangeboten

 

Ein besonders gutes Mittel, eine Stadt abseits der allseits bekannten Orte kennenzulernen, können Führungen von Einheimischen sein. Die folgenden Touren führen dich zu zahlreichen unbekannteren Ecken und versorgen dich jeweils mit Anekdoten und/oder historischen Fakten:

 

 

 

 

 

 

 

3. Amsterdam Insider Tipps zu Reiseführern mit Geheimtipps

 

Auch der Blick in das ein oder andere Buch ist fast schon unerlässlich, wenn du Amsterdams geheimere Ecken unter die Lupe nehmen möchtest. Die folgenden Bücher haben mir bei meiner Recherche nach Amsterdam Insider Tipps weitergeholfen:

 

 

  • 500 Hidden Secrets Amsterdam*: Ranglisten für Restaurants, Cafés, Pommes, Street Art etc. ergeben einen tollen Überblick über kleine Geheimtipps für Amsterdam.

 

  • Amsterdam – Lieblingsorte*: Schönes Buch, das Lust auf Amsterdam macht und mit zahlreichen Tipps für Orte abseits der Hauptsehenswürdigkeiten aufwarten kann.

 

 

 

Falls es auch ein klassischer Reiseführer für Amsterdam sein soll, dann kann ich dir vor allem diesen Amsterdam MM-City Reiseführer* und diesen Marco Polo Reiseführer für Amsterdam* empfehlen.

 

 

 

 

Hier folgt abschließend der Link zu einer Karte bei Google Maps, auf der ich dir die Lage der genannten Amsterdam Insider Tipps markiert habe.

 

 

Das war’s mal wieder. Obwohl… Falls du Lust auf noch mehr Tipps von mir zu Amsterdam hast, dann lies doch auch hier weiter:

 

 

 

 

 

Viel Spaß in Amsterdam!

 

 

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Amsterdam zählt zu den meistbesuchten Städten der Welt. Zu Recht... Und gleichzeitig ein guter Grund, dir Amsterdam Insider Tipps abseits der Touristenmassen vorzustellen.

Die 14 besten Amsterdam Insider Tipps

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2 Kommentare
  • Ein wirklich umfangreicher Artikel. Ich war bis jetzt einmal in Amsterdam, aber du hast einige coole Tipps und Plätze, die ich mir gleich für meine nächste Reise aufschreiben musste.
    Besonders begeistert war ich von den Foodhallen, es gab dort so viele verschiedene Speisen und ich fand das Flair auch ganz ausßergewöhnlich.
    Liebe Grüße
    Doris

    1. August 2019 at 10:36

Über Kommentare freue ich mich!