Dresden Kurztrip - Die 20 schönsten Dresden Sehenswürdigkeiten in einer praktischen Route | Reiseblog Urban Meanderer
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Die Frauenkirche ist ohne Zweifel die größte der Dresden Sehenswürdigkeiten und sollte bei jedem Dresden Kurztrip besucht werden.

Dresden Kurztrip – Die 20 schönsten Dresden Sehenswürdigkeiten in einer praktischen Route

Wenn du in Osnabrück aufwächst, dann zieht es dich wegen der geografischen Entfernung eher selten nach Dresden. Dank der Nähe der Stadt zu meiner neuen Heimat Leipzig reiste ich vorgestern jedoch endlich zum ersten Mal ins Elbflorenz.

 

Elbflorenz… Zum Glück konnte ich feststellen, dass diese Bezeichnung nicht von ungefähr kommt. Dresden ist eine stellenweise fast schon spektakulär schöne Stadt.

 

Umso mehr sind viele der Schlagzeilen, welche die Stadt macht, eine Schande. Wie kann es sein, dass eine so schöne Stadt mit einem so hochwertigen kulturellen Angebot wie Dresden in überdurchschnittlich hohem Maße mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht wird? Wie schade ist es, dass man mich nach meiner Dresden-Reise wie selbstverständlich fragt, ob ich dort viele „Glatzen“ gesehen hätte?

 

Und wie eigentlich passen die Glatzen zu dieser Hochkultur, von der man bei einer Dresden Städtereise nahezu umzingelt ist?

 

Okay, jetzt aber Schluss damit. Du möchtest Dresden erkunden. Als Startpunkt für die Stadtwanderung über die Altstadt bis in die Äußere Neustadt schlage ich dir den Hauptbahnhof vor.

 

Wenn du dort durchstartest, dann führt dich dein Weg in Richtung Altstadt höchstwahrscheinlich über die Prager Straße. Diese war mit ihren Cafés, Kaufhäusern, Hotels und Kinos bis zu den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg Dresdens berühmteste Straße. Ich vermute, sie war auch eine der elegantesten der Stadt.

 

Das kann man seit dem Wiederaufbau während der DDR-Zeit nicht mehr behaupten. Die Einkaufsmöglichkeiten können sich jedoch nach wie vor sehen lassen.

 

Der Goldene Reiter ist nur ein Beispiel für die vielen prunkvollen Dresden Sehenswürdigkeiten.

Der Goldene Reiter am Neustädter Markt ist nur ein Beispiel für den Prunk, der dich in Dresden erwartet

 

 

Starten wir jetzt aber mit der Beschreibung der Dresden Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Museen über Museen, Prachtbau neben Prachtbau. Es gibt viel zu erkunden.

 

Am Ende des Artikels habe ich dir übrigens zur schnelleren Orientierung eine Karte eingefügt, auf der ich dir alle genannten Dresden Sehenswürdigkeiten markiert habe.

 

 

Die Dresden Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

 

 

1. Striezelmarkt (Altmarkt)

 

Für sich genommen ist der Altmarkt ein schöner Platz in der Dresdner Altstadt. Zur Weihnachtszeit mutiert er schließlich zu einer der größten Dresden Sehenswürdigkeiten. Der Grund: Seit 1434 wird im Regelfall auf ihm einer der meistbesuchten Weihnachtsmärkte Deutschlands ausgerichtet. Dieser sogenannte Striezelmarkt ist damit einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt.

 

Ich selber hatte meinen Dresden Kurztrip eine Woche vor Marktbeginn angesetzt. Die Hütten des Weihnachtsmarktes waren jedoch bereits aufgebaut. Deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle die unverschämte These, dass der Weihnachtsmarkt in meiner Heimatstadt Osnabrück rein lagetechnisch noch schöner sein dürfte als der berühmte Striezelmarkt.

 

 

2. Kreuzkirche

 

Die Kreuzkirche liegt mehr oder weniger am Altmarkt. Ihre Geschichte lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Das macht sie zu Dresdens ältester Kirche. Ihre 3.000 Sitzplätze sorgen gleichzeitig dafür, dass sie sich Sachsens größte Kirche nennen darf.

 

Wie im 13. Jahrhundert sieht die Kreuzkirche allerdings schon seit dem Einsturz des Rennaissanceturmes im 18. Jahrhundert nicht mehr aus. Ab 1764 wurde die Kreuzkirche zu ihrer heutigen Form neu erbaut. Ein Feuer im Jahre 1897 machte zudem Umgestaltungen im Inneren der Kirche erforderlich.

 

Den Zweiten Weltkrieg unbeschadet zu überstehen ist ein Kunststück, das der Kreuzkirche nicht geglückt ist. Nach Beseitigung der Kriegsschäden konnte sie erst 1955 wieder geweiht werden. Die ursprünglich als vorübergehend angedachten Reparaturen im Innenraum wurden von der Dresdner Bevölkerung als Dauerlösung akzeptiert.

 

Wenn das Wetter bei deinem Dresden Kurztrip mitspielt, dann kannst du den Turm der Kreuzkirche über 256 Stufen erklimmen und von oben auf zahlreiche der Dresden Sehenswürdigkeiten hinabblicken.

 

 

3. Neues Rathaus

 

Hier siehst du den Turm des Neuen Rathauses von Dresden mit dem Polizeipräsidium im Vordergrund.

Der Turm des Neuen Rathauses mit dem Polizeipräsidium im Vordergrund

 

 

Ich vertrete die manchmal fragwürdige Meinung, dass es zur Vollständigkeit einer Städtereise gehört, das Rathaus der bereisten Stadt gesehen zu haben. Und da das Neue Rathaus 1910 direkt neben die Kreuzkirche gepflanzt wurde, konnte ich diese Grundregel in Dresden leicht befolgen.

 

Warum sich das Neue Rathaus „neu“ nennen darf, ist leicht erklärt. Das „alte“ Rathaus am Altmarkt war schlichtweg zu klein geworden.

 

Auf die Aussichtsplattform in 68 Metern Höhe im Rathausturm kannst du dich mit einem Fahrstuhl hieven lassen. Ebenfalls beachtlich soll ein Jugendstiltreppenhaus im Festsaalflügel sein.

 

Wie dir zudem vielleicht bekannt ist, wurden große Teile von Dresden im Zweiten Weltkrieg zu Brei gebombt. Keine Ausnahme bildete in dieser Hinsicht das Neue Rathaus. Trümmerfrauen befreiten die Stadt nach Kriegsende von den Kriegstrümmern. Den Trümmerfrauen wurde vor dem Neuen Rathaus ein Denkmal gesetzt.

 

 

4. Landhaus (Stadtmuseum)

 

Das 1775 fertiggestellte Landhaus liegt einen Katzensprung vom Neuen Rathaus entfernt. Auch hier dürften die Trümmerfrauen aktiv gewesen sein. Erst zwanzig Jahre nach den schweren Beschädigungen aus dem Jahr 1945 konnte das Stadtmuseum wieder seine Zelte im Landhaus aufschlagen.

 

Insgesamt bietet dir das Landhaus eine Ausstellung zur Stadtgeschichte Dresdens sowie zur Geschichte der Frauenkirche. Zudem hat sich die Städtische Galerie im Landhaus eingenistet, um Kunst aus Dresden zu präsentieren.

 

 

5. Albertinum (Galerie Neue Meister und Skulpturensammlung)

 

Das Albertinum beherbergt die Galerie Neue Meister und damit eine der größten Dresden Sehenswürdigkeiten.

Das Albertinum an der Brühlschen Terrasse

 

 

Das Albertinum verdankt seinen Namen einem der letzten sächsischen Könige, der den schönen Namen Albert trug. Umgebaut und seinem heutigen Zweck als Ausstellungsgebäude zugeführt wurde das ehemalige Zeughaus Ende des 18. Jahrhunderts.

 

Für dich von Interesse sein könnten die im Albertinum beheimatete Galerie Neue Meister sowie die Skulpturensammlung. Bei meinem diesmaligen Dresden Kurztrip reichte meine Zeit leider nur für den Besuch der Galerie Alte Meister (siehe Punkt 13).

 

Bei meinem nächsten Aufenthalt im Elbflorenz werde ich die Galerie Neue Meister ansteuern. Unter den etwa 300 ausgestellten Gemälden befinden sich mehr als genug Werke von Meistern wie u. a. Gauguin, Klimt und Caspar David Friedrich. Diese Tatsache dürfte die Sammlung zu einer der größten Dresden Sehenswürdigkeiten in der Museenlandschaft machen.

 

Die Dresden-typisch prachtvolle Optik des Gebäudes rechtfertigt allerdings auch einen Abstecher ohne Besuch einer der Ausstellungen.

 

 

6. Lipsiusbau bzw. Kunstakademie (Wechselausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen)

 

Die Kuppel des Lipsiusbaus wird auch Zitronenpresse genannt und ist eine der prägenden der Dresden Sehenswürdigkeiten in der Skyline von Dresden.

Die Göttin des Ruhmes auf der Zitronenpresse zaubert einen Helikopter hervor

 

 

Nachbar des Albertinums ist der Lipsiusbau. Dieser kann ebenfalls sowohl mit eleganter Optik als auch mit Kunstausstellungen aufwarten. Diese Ausstellungen schlagen hier jedoch keine Wurzeln, weshalb du dich am besten auf der offiziellen Website über die aktuellen Sonderausstellungen im Lipsiusbau informierst.

 

Während meiner Recherche zum Lipsiusbau stieß ich auf den Fakt, dass Dresdner die Glaskuppel des Gebäudes wegen ihrer markanten Form als Zitronenpresse bezeichnen.

 

Als Zitronenpresse beschrieben auch meine Freundin und ich diese Kuppel während unserer Aufenthalts in Dresden. Das Interessante ist, dass wir dies taten, ohne zuvor jemals in unserem Leben von einem Dresdner diese Bezeichnung gehört zu haben. Manche Vergleiche drängen sich einfach auf!

 

Kurios ist ebenso die Tatsache, dass die mit der Göttin des Ruhmes geschmückte Kuppel des Gebäudes während der Erbauungszeit von 1887 bis 1894 kritisch gesehen wurde. Grund dafür war, dass sie der Kuppel der Frauenkirche in der Dresdner Silhouette Konkurrenz machte.

 

 

7. Brühlsche Terrasse bzw. der Balkon Europas

 

Hier blicke ich über die Brühlsche Terrasse in Richtung Katholische Hofkirche. In meinem Blickfeld liegen damit zahlreiche der bekanntesten Dresden Sehenswürdigkeiten.

Ich blicke über die Brühlsche Terrasse in Richtung Katholische Hofkirche

 

 

Das Albertinum wie auch der Lipsiusbau befinden sich an der Brühlschen Terrasse. Diese zieht sich über eine Länge von 500 Metern, ist bis zu 200 Meter breit und thront etwa 10 Meter über der Elbe.

 

Leider lebte ich nicht in der richtigen Zeit, hieß nicht Graf Heinrich von Brühl und war auch nicht Günstling des Kurfürsten Friedrich August dem II. Folglich bekam ich die Brühlsche Terrasse nicht geschenkt und hatte nie die Chance, hier einen Lustgarten anzulegen.

 

Nicht einmal war es mir vergönnt, hier bei meiner Reise im November 2017 zu lustwandeln. Die eher menschenverachtenden Temperaturen verhinderten dies.

 

Das alles sollte dich natürlich auf keinen Fall von einem Spaziergang über den „Balkon Europas“ abhalten.

 

 

8. Frauenkirche als berühmteste der Dresden Sehenswürdigkeiten

 

Die Frauenkirche dürfte spätestens seit ihrem Wiederaufbau die größte der Dresden Sehenswürdigkeiten sein.

Die Frauenkirche von der Augustusbrücke aus gesehen

 

 

Mit der Frauenkirche erreichst du die bekannteste der Dresden Sehenswürdigkeiten. Seit Fertigstellung ihres Neuaufbaus im Jahr 2005 strahlt das Wahrzeichen Dresdens wieder in voller Pracht.

 

Spannend ist die Geschichte des wirklich prachtvollen protestantischen Kirchenbaus: Die von 1726 bis 1743 erbaute Frauenkirche überstand den Siebenjährigen Krieg. Auch nach der Bebombung Dresdens zum Ende des Zweiten Weltkrieges sah es so aus, als würde die zunächst „lediglich“ ausgebrannte Frauenkirche ihre Steinerne Glocke auch durch diese Katastrophe retten können. Dem war leider nicht so, da die Pfeiler nach zwei Tagen doch noch nachgaben. In der Folge sank die Frauenkirche in sich zusammen.

 

Die Ruine der Kirche fungierte in den darauffolgenden Jahrzehnten als Kriegs-Mahnmal und schließlich als Symbol der Friedensbewegung in der damaligen DDR.

 

Ab 1993 sammelte man die noch verwendbaren Steine, die für den Wiederaufbau eingesetzt werden konnten. Und seit 2005 existiert dank dieses Wiederaufbaus nicht mehr die Ruine der Frauenkirche, sondern die komplette Frauenkirche.

 

Die Frauenkirche ist das Wahrzeichen Dresdens. Ein Besuch des Innenraums solltest du unbedingt in deinen Plan für deinen Dresden Kurztrip einbauen.

Lass dir nicht den prachtvollen Innenraum der Frauenkirche entgehen

 

 

Deren Innenraum wiederum kannst und solltest du während den Zeiten der „offenen Kirche“ kostenlos besichtigen. Diese Zeiten findest du auf dieser offiziellen Website der Frauenkirche. Oftmals hast du zudem die Möglichkeit, an einer kostenpflichtigen Führung teilzunehmen. Mehr Infos dazu findest du ebenfalls auf der Website der Kirche.

 

 

9. Fürstenzug

 

Der Fürstenzug sollte bei jedem Dresden Kurztrip angesteuert werden.

Blick am Fürstenzug vorbei in Richtung Residenzschloss

 

 

Der Fürstenzug schmückt seit 1876 wie ein sehr frühes Beispiel von Streetart eine Wand des Langen Gangs. Auf 102 Metern wurden über 100 Adlige, Bildungsbürger und weitere ehrwürdige Gestalten verewigt. Schon in der Grundschule konnte ich mich über Namen wie Pippin der Kleine amüsieren. Weiterentwickelt habe ich mich seitdem eher wenig.

 

Am Fürstenzug stellte ich mir aber immerhin die Frage, wie charakterlos Georg der Bärtige im Vergleich zu Johann dem Beständigen oder Friedrich dem Weisen gewesen sein muss. Naja, vielleicht hatte Georg der Bärtige einen Mordscharakter, aber einen noch viel bombastischeren Bart.

 

 

10. Katholische Hofkirche

 

Die Katholische Hofkirche gehört dank ihrer Verzierung durch Figuren zu den schönsten Dresden Sehenswürdigkeiten.

Die Katholische Hofkirche in der Abenddämmerung

 

 

Am meisten beeindruckt haben mich an der Katholischen Hofkirche die 78 sie schmückenden Figuren. Diejenigen von ihnen, welche auf den Balustraden zu turnen scheinen, geben während der Dämmerung ein besonders schönes Bild ab.

 

Der Bau der Hofkirche im Stil des römischen Spätbarocks wurde 1739 in Auftrag gegeben. 250 Jahre später wurde ich geboren. Vielleicht gibt es da irgendeinen Zusammenhang…

 

 

11. Residenzschloss mit seinen fünf Museen

 

Das Residenzschloss wird dir bei deinem Dresden Kurztrip nahezu zwangsläufig begegnen.

Rechts neben der Hofkirche siehst du hier Ausläufer des Residenzschlosses

 

 

Von 1547 bis 1918 war das im Rennaissance-Stil erbaute Dresdner Residenzschloss Heimat für sächsische Kurfürsten und Könige.

 

Heutzutage stößt du in den Gemäuern neben der Kunstbibliothek auf fünf Museen:

 

  • Münzkabinett
  • Kupferstichkabinett
  • Rüstkammer mit der Türckischen Cammer
  • Historisches Grünes Gewölbe
  • Neues Grünes Gewölbe

 

Besonders sehenswert soll hierbei das Neue Grüne Gewölbe sein. In ihm findest du eine 3.000 Exponate umfassende Schatzsammlung aus Gold, Elfenbein und Edelsteinen.

 

 

12. Semperoper

 

Die Semperoper ist eine der bekanntesten Dresden Sehenswürdigkeiten.

Die berühmte Semperoper am Theaterplatz

 

 

Die berühmte Semperoper verdankt ihren Namen dem Herrn, der sie entworfen hat – Gottfried Semper. Genannter Herr Semper durfte die Oper sogar zweimal entwerfen. Der zweite Entwurf wurde notwendig, nachdem der erste Bau 1869 abgebrannt war.

 

Wie so viele andere Gebäude wurde auch die Semperoper im Februar 1945 Opfer der Bombardements zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Erst genau vierzig Jahre später konnte der originalgetreue Wiederaufbau der Semperoper eingeweiht werden.

 

 

13. Dresdner Zwinger (Galerie Alte Meister, Porzellansammlung, Mathematisch-Physikalischer Salon)

 

Der Dresdner Zwinger beheimatet u. a. die Galerie Alte Meister und ist nicht zuletzt deswegen eine der größten der Dresden Sehenswürdigkeiten.

Blick auf den Teil des Dresdner Zwingers, der die Galerie Alte Meister beheimatet

 

 

Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen war ich immer davon ausgegangen, der Dresdner Zwinger sei eine Parkanlage. Die Realität belehrte mich eines Besseren und zeigte mir den Zwinger als barocken Gebäudekomplex mit Gartenanlagen.

 

Innerhalb der zwischen 1709 und 1732 erbauten Gebäude kannst du mit der Galerie Alte Meister eine der populärsten der Dresden Sehenswürdigkeiten besuchen. Die Sammlung gilt als eine der besten von Werken europäischer Maler, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert den Pinsel schwangen.

 

Meine persönlichen Höhepunkte der Sammlung waren die Dresden-Gemälde von Canaletto und natürlich Raffaels Sixtinische Madonna. Die den unteren Teil dieses Gemäldes schmückenden Engel hatten sich bereits in mein Hirn gebrannt, als ich kaum der Grundschule entwachsen war. Ich meine mich zu erinnern, dass sie ein Tablett verzierten, auf dem ich damals Essen serviert bekam, wenn ich krank war.

 

Canalettos Dresden Ansichten und Raffaels Sixtinische Madonna in der Galerie Alte Meister solltest du dir bei deiner Dresden Städtereise möglichst nicht entgehen lassen.

Canalettos Dresden-Ansichten und Raffaels Sixtinische Madonna in der Galerie Alte Meister

 

 

Dein Ticket für die Galerie Alte Meister (zehn Euro bzw. ermäßigt 7,50 Euro) berechtigt dich auch für den Besuch der Porzellansammlung und des Mathematisch-Physikalischen Salons, die sich beide ebenfalls im Zwinger befinden.

 

Ein goldener Abendhimmel hielt mich jedoch nach langem Aufenthalt zwischen den Werken von Vermeer, Rembrandt und Liotard in der Galerie Alte Meister von einem Besuch dieser beiden Sammlungen ab.

 

 

14. Augustusbrücke

 

Die Augustusbrücke, wie ich sie im November 2017 gesehen hätte, wenn sie nicht gerade eine Baustelle gewesen wäre, wurde zwischen 1907 und 1910 erbaut. Ihre Geschichte lässt sich bis ins Jahr 1275 belegen. Bereits damals befand sich an dieser Stelle eine Brücke.

 

Den 331 Meter langen Weg über die Augustusbrücke, der von der Altstadt in die Innere Neustadt herüberführt, bietet einen tollen Ausblick auf die Silhouette der Altstadt von Dresden.

 

Von der Brühlschen Terrasse aus siehst du die Dächer zahlreicher der Dresden Sehenswürdigkeiten.

Ausblick von der Augustusbrücke: die Brühlsche Terrasse

 

 

Dresden Sehenswürdigkeiten in der Inneren Neustadt

 

 

15. Picknick oder Spaziergang an den Elbwiesen

 

Sobald du die Augustusbrücke überquert hast, bietet es sich an, einen kleinen Spaziergang oder ein Picknick an den Elbwiesen in deinen Dresden Kurztrip einzubauen. Der Blick über die Elbe in Richtung der Altstadt von Dresden mit den prägnanten Kuppeln der Frauenkirche und des Lipsiusbaus macht das mehr als lohnenswert.

 

Du könntest sogar so weit gehen, dir ein Radeberger zu kaufen, um dich wie in der entsprechenden Fernsehwerbung zu fühlen.

 

Wenn es dir irgendwie möglich ist, dann solltest du bei deinem Dresden Kurztrip eine Pause oder ein Picknick einplanen.

Zeit für eine Pause: Die Elbwiesen bieten sich an.

 

 

16. Japanisches Palais (Landesmuseum für Vorgeschichte, Museum für Völkerkunde, Naturhistorische Sammlungen Dresden)

 

Kurfürst August der Starke hatte große Pläne mit einem 1717 an dieser Stelle erworbenen Palais. Dieses wollte der starke Mann mit Hilfe der besten Architekten erweitern, um ein Porzellanschloss für seine stolze Sammlung zu schaffen. Was der Vollendung dieses Vorhabens in die Quere kam, war der Tod des Kurfürsten.

 

Immerhin kann das Japanische Palais heutzutage dazu genutzt werden, drei Museen zu beherbergen. Das Landesmuseum für Vorgeschichte, das Museum für Völkerkunde und die Naturhistorische Sammlung Dresden freuen sich hier über deinen Besuch.

 

 

17. Königstraße samt Dreikönigskirche

 

Ebenfalls zurück auf den Kurfürsten August der Starke geht der Bau der Königstraße. Diese wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als prachtvolle Allee angelegt, die auf das geplante Porzellanschloss (= Japanisches Palais) zuführen sollte.

 

Heutzutage findest du hier recht edel gehaltene Restaurants, Galerien und Boutiquen, die sich in barocken Häusern und stimmungsvollen Hinterhöfen eingenistet haben.

 

Ebenfalls einen Blick wert ist die zwischen 1732 und 1739 erbaute Dreikönigskirche, die sich zwischen König- und Hauptstraße befindet.

 

 

Dresden Sehenswürdigkeiten in der Äußeren Neustadt

 

 

18. Streifzug durch die Imbisse, Restaurants, Cafés und Kneipen nördlich des Albertplatzes

 

Der Albertplatz ist das Eingangtor zur Äußeren Neustadt, die du bei deiner Dresden Städtereise kennenlernen solltest.

Der Albertplatz als Eingangstor zur Äußeren Neustadt

 

 

Mein Gott… Die bisher beschriebenen Dresden Sehenswürdigkeiten liefern Kultur und Architektur auf allerhöchstem Niveau. Was jetzt noch fehlt, ist ein Hauch von Dresdner Leben jenseits der prunkvollen Altstadtgassen.

 

Um deinen Dresden Kurztrip abzurunden, bietet sich daher ein Streifzug durch die boomende Äußere Neustadt an. Wenn du dich vom Albertplatz aus entlang der Hauptschlagadern Alaun-, Rothenburger-, Görlitzer- und Böhmische Straße durch das Gründerzeitviertel bewegst, dann kannst du nicht viel falsch machen.

 

Hier lernst du ein junges und internationales Dresden kennen und dürftest auf kulinarische Spezialitäten aus allen Ecken der Welt stoßen. Auch Kneipen, Boutiquen und Bars werden deinen Weg pflastern. Und wenn es dir einen Abstecher wert ist, dann kannst du in der Königsbrücker Str. 66 einen Blick auf das Geburtshaus Erich Kästners werfen.

 

Die Äußere Neustadt bietet sich an, um den Dresden Kurztrip in Bars, Kneipen und Imbissen ausklingen zu lassen.

Einladend oder nicht? Gaststätte Hebeda’s Familieneinkehr in der Äußeren Neustadt

 

 

19. Alter Jüdischer Friedhof

 

Wie bereits geschrieben, vertrete ich die fragwürdige Meinung, dass erst ein Besuch des Rathauses des Reiseortes eine Reise komplett macht. Eine ähnliche Meinung vertrete ich hinsichtlich Friedhöfen. Dumm ist es nur, dass ich einen solch unumgänglichen Friedhofsbesuch bei meinem Dresden Kurztrip versäumt habe.

 

Vielleicht gelingt dir, was ich verpasst habe: Den von 1751 bis 1869 für Beerdigungen der jüdischen Gemeinde eingesetzten Friedhof kannst du in organisierten oder individuellen Streifzügen erkunden. Hierfür musst du dich jedoch an den Verein HATiKVA wenden, der seinen Sitz in der Pulsnitzer Straße 10 in direkter Nachbarschaft zum Jüdischen Friedhof hat.

 

 

20. Pfunds Molkerei

 

Busladungen von Touristen werden in die Pfunds Molkerei gekippt. Warum? Der gute Schuppen soll einer der schönsten Milchläden der Welt sein.

 

Aber: Wer kann so etwas behaupten? Und wer soll gegen eine solche Behauptung Einwände hervorbringen? Denn: Wer weiß überhaupt, wie ein besonders schöner Milchladen aussieht? Für mich sieht ein Milchladen aus wie ein kleiner Bereich eines Regals in irgendeinem Supermarkt. Fast alles wird man mir daher als den schönsten Milchladen der Welt verkaufen können.

 

Wie auch immer. Ich ließ den Besuch dieses schönsten Exemplars von Etwas, das ich nicht kenne, aus. Als beliebte Attraktion sei Pfunds Molkerei hier jedoch der Vollständigkeit halber genannt. Die Bilder, die Google mir zeigt, sehen auf jeden Fall einladend aus.

 

 

Eine Rückfahrt Richtung Leipzig war für mich zwar auch ab dem Bahnhof Dresden-Neustadt möglich. Ich entschied mich jedoch, zurück zum Hauptbahnhof zu gehen. Auf dem Weg dorthin konnte ich die mittlerweile beleuchteten Dresden Sehenswürdigkeiten in der Altstadt auf mich wirken lassen. Das war perfekt, um meinen Tag in Dresden langsam ausklingen zu lassen.

 

So! Auch für heute lasse ich Dresden für mich ausklingen. Vielleicht genehmige ich mir dafür ein Radeberger.

 

 

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Hier stelle ich dir die 20 schönsten Dresden Sehenswürdigkeiten vor. Zudem zeige ich dir eine Route, dank der du sie perfekt miteinander verbinden kannst.

Die Top 20 Dresden Sehenswürdigkeiten

 

 

Hier folgt abschließend die Karte, auf der ich dir alle genannten Dresden Sehenswürdigkeiten markiert habe. Mit ihr solltest du die von mir vorgeschlagene Route für einen Dresden Kurztrip schnell überblicken.

 

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