Die 12+1 wichtigsten Mumbai Reisetipps | Reiseblog Urban Meanderer
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Dank der richtigen Mumbai Reisetipps umgeht man so manches Problem, dem man sich bei einer Mumbai Reise ausgesetzt sehen kann.

Die 12+1 wichtigsten Mumbai Reisetipps

Dreieinhalb Tage verbrachte ich im August 2017 (es war kurz vor den verheerenden Überschwemmungen) in Mumbai. Für den Moment reichte mir diese relativ kurze Zeit, da in Mumbai so viele exotische, neue und schöne wie auch traurige Eindrücke auf mich einprasselten, dass ich fast schon dankbar für etwas Abstand war.

 

Eine Reise nach Mumbai ist ohne Frage anstrengend. Gleichzeitig ist sie jedoch ein tolles und einschneidendes Erlebnis, an das man sich sein Leben lang erinnern wird – und das wegen der Befeuerung durch unglaublich unterschiedliche Eindrücke vermutlich nie leidenschaftslos.

 

Da gibt es ohne Zweifel viel Hässliches: Enormer Reichtum und extreme Armut liegen in Mumbai ganz nah beieinander und zeigen eine soziale Ungerechtigkeit der schlimmsten Sorte. Die Luft-, Umwelt- und Lärmverschmutzung ist mehr als beunruhigend, die Überfüllung der Straßen und Gehwege senkt die Lebensqualität.

 

Da gibt es viel Schönes: Alte Kolonialbauten und wunderschöne Villen, die typisch indischen bunten Farben, üppige Vegetation, köstliches Essen, Mango Lassis und warmherzige Menschen kommen mir als erstes in den Sinn.

 

Gerade diese Mischung aus gegensätzlichen Eindrücken in unfassbar hoher Anhäufung ist es jedoch, die Mumbai mehr als eine Reise wert macht. Eine Reise nach New York, Paris oder London ist eine feine Sache – eine nach Mumbai geht unter die Haut und bleibt da.

 

Mit der Berücksichtigung der wichtigsten Mumbai Reisetipps kannst du das Beste aus deiner Zeit in Mumbai herausholen. Deshalb habe ich sie dir hier aufgeführt:

 

 

1. Die beste Mumbai Reisezeit

 

Der Marine Drive ist eine der größten Mumbai Sehenswürdigkeiten. Einer der wichtigsten Mumbai Reisetipps besagt, dass du dir ihn am besten zur Winterzeit angucken solltest.

Bollywood-Filme beweisen es hundertfach: Der Marine Drive kann wesentlich einladender aussehen als zur Monsunzeit

 

 

Durch das tropische Klima wirst du in Mumbai zu keiner Jahreszeit ins Frieren geraten. Generell am „kühlsten“ ist es im Januar, wo dich Temperaturen zwischen 19 und 30 Grad erwarten. Ähnliche Werte gelten für die Monate Dezember und Februar.

 

Dies, in Kombination mit der Tatsache, dass von Dezember bis Februar nahezu kein Regen fällt, macht die Wintermonate zur optimalen Zeit für eine Reise nach Mumbai.

 

Zwischen März und November liegt die Durchschnittstemperatur höher. Die am wenigsten geeigneten Monate sind Juni, Juli und August mit ihrer Monsun-bedingt hohen Menge an Regentagen bei einer gleichzeitig geringen Anzahl von Sonnenstunden. Unter dem dann grauen Himmel kann sich die Stadt natürlich nicht im besten Licht präsentieren.

 

Der Zeitvorsprung Indiens beträgt übrigens vier Stunden und dreißig Minuten gegenüber der deutschen Winterzeit. Während der Sommerzeit sind es drei Stunden und dreißig Minuten. Von der Unterscheidung von Sommer- und Winterzeit werden die Inder verschont.

 

 

2. Der Flug nach Mumbai

 

Damit du nicht gleich zum Start deiner Mumbai Reise dein blaues Wunder erlebst, solltest du dich genau mit meinen Mumbai Reisetipps zum Flughafentransfer beschäftigen.

Blaue Dächer deuten im Falle von Mumbai im Regelfall auf einen Slum hin

 

 

Der Flughafen von Mumbai (Chhatrapati Shivaji International Airport) ist einer der besten und modernsten Flughäfen, in die ich bisher einen Fuß setzen durfte. Der Reinlichkeitsdrang wurde hier derart auf die Spitze getrieben, dass ein dienstlicher Geist gerade aufgeworfene Wassertropfen vom Waschbeckenrand entfernte.

 

Die Flugzeit von Frankfurt oder München nach Mumbai liegt knapp unter acht Stunden. Bei Flügen von Berlin oder Hamburg kommt man (Stand Ende 2017) nicht um eine Zwischenlandung herum. Falls du aus dem Nordwesten Deutschlands kommst und Wert auf einen Direktflug legst, dann kann Amsterdam eine Option für dich sein.

 

Für meinen Geschmack sind mögliche Zwischenlandungen in Dubai oder Abu Dhabi allerdings auch nicht die schlechtesten Optionen. Dafür muss es jedoch gelingen, den Ort des Stopovers so in die Flugroute einzubauen, dass auch ein oder zwei Übernachtungen in den Straßen rund um Burj Khalifa und Co. dabei herausspringen.

 

Falls du dir Sorgen machst, wie du den notwendigen Langstreckenflug überstehst, dann wirf einen Blick auf meinen Artikel mit den besten Langstreckenflugtipps.

 

Falls du nicht bereits dein Ticket gebucht hast: Einer der besten Wege zur Buchung günstiger Flüge führt übrigens über Skyscanner.

 

 

3. Beantragung des passenden Visums für Indien

 

Mumbai Reisetipps sind unvollständig, wenn in ihnen nicht auf die Beantragung eines Visums für Indien eingegangen wird.

Ohne Visum versperrt man dir den Weg nach Indien

 

 

Ohne Visum lässt dich keine Airline in ein Flugzeug Richtung Indien steigen. Für Touristen sind in dieser Hinsicht zwei Arten von Visa interessant: das per Post zu beantragende Touristenvisum Indien, welches zu einem Aufenthalt von maximal sechs Monaten berechtigt sowie das e-Visum Indien, dass du rein online beantragen kannst und dir einen bis zu sechzig Tage langen Aufenthalt in Indien ermöglicht.

 

Hinsichtlich des e-Visums verweise ich dich auf meinen Artikel mit ausführlicher Beschreibung zum e-Visum Indien für Touristen, sofern dein Aufenthalt in Indien 60 Tage nicht überschreitet.

 

Für das „klassische“ Touristenvisum wiederum musst du dich frühestens zwei Monate vor deiner Reise an die für dich zuständige indische Behörde wenden. In Deutschland kommen dafür die indische Botschaft in Berlin sowie die drei indischen Generalkonsulate in Hamburg, Frankfurt am Main oder München in Frage. Welche Adresse davon für dich zuständig ist, ist abhängig von deinem Heimatbundesland.

 

Postalisch zusenden oder persönlich übergeben musst du der jeweiligen Behörde folgende Dokumente:

 

 

  • dein Reisepass (achte auf eine ausreichende Rest-Gültigkeit)

 

  • zwei Passfotos im indischen Format von 5 x 5 cm

 

  • die Visumsgebühr in bar oder per Überweisungsträger, wenn du noch nicht online bezahlt hast

 

  • bei postalischem Einreichen einen vorfrankierten und adressierten Rückumschlag sowie eine nicht niedrige Gebühr für den versicherten Rückversand deines Reisepasses

 

 

Eine Ausführliche Anleitung zur Beantragung des „klassischen“ Touristenvisums für Indien findest du in meinem Artikel „Indien Visum Anleitung – So beantragst du das Indien Touristenvisum fehlerfrei„.

 

 

4. Mumbai Reisetipps zu empfohlenen Impfungen für eine Mumbai Reise

 

Generell gibt es für Reisende aus Deutschland keine Impfvorschriften. Bei einer Reise in eine Stadt mit mehreren Millionen Slumbewohnern, die in desolaten hygienischen Verhältnissen leben müssen, sollte man auf den Schutz, den Impfungen bieten können, dennoch nicht verzichten.

 

Folgende Impfungen kommen – neben den Standardimpfungen für Erwachsene – in Frage:

 

  • Hepatitis A und B
  • Typhus
  • Tollwut (Bisse von streunenden Hunden und Katzen sind eine Gefahr)

 

Nicht mit Impfungen zuvorkommen kannst du dem moskitobezogenen Ansteckungsrisiko hinsichtlich Malaria, Zika-Virus oder Dengue-Fieber. Hierfür solltest du dich stattdessen mit Insektenschutzmittel eindecken, um Stiche und damit das Infektionsrisiko im Keim zu ersticken.

 

Meine Empfehlung hierfür ist Nobite, was auch zur Imprägnierung von Klamotten erhältlich ist. Auf die Malaria-Gefahr kannst du zudem mit Mitteln zur Malariaprophylaxe reagieren.

 

Hierzu solltest du dich von deinem Arzt oder gleich einem Tropenmediziner aufklären lassen. Bei der Gelegenheit kannst du dich im Falle von Atemwegserkrankungen auch über die Auswirkungen der hohen Luftverschmutzung informieren.

 

 

5. Mumbai Packliste – Die wichtigsten Utensilien

 

Eine der kostensparendsten Mumbai Reisetipps ist die Verwendung der richtigen Reise-Kreditkarten.

Wer Cheese Sada Dosa will, der braucht Rupien

 

 

 

  • Steckdosenadapter: Ein solcher ist nicht notwendig. Die Steckdosen in Mumbai haben alle meine Ladegeräte etc. geschluckt.

 

  • Visumsunterlagen

 

  • Reisepass

 

  • Medikamente: Imodium und eventuell Malariaprophylaxe

 

  • Impfpass

 

  • Einen Zettel mit den Daten deiner Reisekrankenversicherung

 

  • Desinfektionsmittel für die Hände

 

  • Insektenschutzmittel (Nobite)

 

  • Moskitonetz

 

  • App zur Währungsumrechnung: Ich nutze zu diesem Zweck die App „Currency“.

 

 

Tipp: Wichtige Dokumente (vor allem deinen Reisepass) könntest du dir sicherheitshalber abfotografieren und auf deinem Handy oder in einer Dropbox für den Notfall abspeichern.

 

 

6. Die besten Reiseführer und Filme zur Einstimmung auf deine Mumbai Reise

 

Sehr informativ und mit zahlreichen guten Tipps bestückt ist dieser Mumbai-Reiseführer. Für mehr Hintergrundinfos zu Leben und Gebräuchen in Indien ist wiederum dieser unterhaltsame Fettnäpfchenführer Indien eine Empfehlung wert.

 

Filmtechnisch dürften „Bombay“ und „Satya“ auch von Bollywood-Ablehnern als empfehlenswerte und schlichtweg gute Filme anerkannt werden. Wenn es etwas aus der Hollywood-Ecke sein soll oder muss, dann ist „Slumdog Millionaire“ nahezu unumgänglich.

 

Bei besserem Wetter wird der Chowpatty Beach in Mumbai gerne für Bollywood-Filme in Szene gesetzt.

Bei besserem Wetter wird der Chowpatty Beach gerne für Bollywood-Filme in Szene gesetzt

 

 

7. Mumbai Reisetipps zum Flughafentransfer

 

Grundsätzlich ist ein Transfer vom Flughafen in die südlich gelegenen Stadtgebiete mit einem Taxi, einem Prepaid Taxi, einem privaten Fahrdienst, Uber, Ola oder Grab sinnvoll. Je nach Verkehrslage dauert die Fahrt irgendetwas zwischen einer halben und zwei Stunden.

 

Selbstverständlich kannst du am Flughafen einfach in ein Taxi hüpfen und auf das Anschalten des Taxameters bestehen. Das Risiko, hierbei abgezockt zu werden, ist für Touristen jedoch angeblich ziemlich hoch.

 

Um dies zu umgehen wird die Nutzung von Prepaid Taxis empfohlen. Entsprechende Stände erwarten dich in der Empfangshalle des Flughafens. Hier zahlst du Preise nach einem Festpreissystem, in dem die Fahrtkosten je nach Stadtteil festgelegt sind.

 

Am billigsten sind Fahrten mit den einfachen „schwarzen“ oder „gelben“ Taxis. Etwas teurer sind die besser ausgestatteten Taxis der Firmen Meru, Easycabs or Mega Cabs.

 

Zu unterscheiden sind diese Prepaid Taxi-Anbieter von den privaten Unternehmen wie z. B. Akbar Travels, die ebenfalls auf Basis eines Festpreissystems Fahrten in die Stadt anbieten. Die Preise sind jedoch etwa doppelt so hoch wie bei den zuvor genannten Prepaid Taxi-Anbietern. Ein etwas besseres Auto rechtfertigt meiner Meinung nach kaum die 1.500 aufgerufenen Rupien für eine Fahrt nach Colaba.

 

Das Personal meines Hotels in Cuffe Parade im Süden Mumbais nannte mir als ungefähren Preis für eine Taxifahrt zum Flughafen 500-550 Rupien. Teurer sind die Taxis, die mit so etwas Luxuriösem wie einer Klimaanlage ausgestattet sind.

 

Ebenfalls verursacht bei der Fahrt mit dem Taxameter selbstverständlich der Verkehr preisliche Unterschiede. So war dieser während meiner Rückfahrt an einem Sonntagmittag nicht wesentlich schlimmer als der in Berlin. Das hat die Fahrt sicherlich nicht teurer gemacht.

 

Für die schnellere Route über die Rajiv Ghandi Sea Link Brücke musst du zudem weitere 90 Rupien an Maut bezahlen. Diese Route macht zeitlich allerdings eher nur zu Rush-Hour-Zeiten Sinn. Wenn du z. B. sonntags unterwegs bist, dann ist die kostenlose Route schnell genug.

 

Du solltest darauf achten, passendes Bargeld für die Taxifahrt dabeizuhaben. Wenn du bspw. nur 500 Rupien-Scheine hast, kann es passieren, dass der Taxifahrer argumentiert, das Geld nicht wechseln zu können. So diskutierst du dir entweder den Mund fusselig oder zahlst ein paar hundert Rupien zu viel.

 

Wenn das zu viel bezahlte Geld jedoch an einen legendären Taxifahrer geht, der einem mehr oder weniger das Anschnallen verbietet, weil scheinbar irgendetwas mit dem Gurt nicht stimmt, dann halte ich das für ein verdientes Trinkgeld.

 

Insgesamt sollte dich die klimatisierte Fahrt (one-way und unabhängig von der Personenzahl) über die schnellere mautpflichtige Strecke nach Süd-Mumbai also nicht viel mehr als 600 Rupien kosten.

 

Die appbasierten „Taxis“ von Uber, Ola oder GrabTaxi haben den Vorteil, dass die Zahlung im Hintergrund über deine Kreditkarte läuft. Ebenfalls praktisch ist in dieser Hinsicht, dass bspw. ein Uber-Fahrer auf positive Bewertungen seiner Fahrgäste angewiesen ist, sofern er seinen Job dauerhaft behalten möchte. Mehr zum Flughafentransfer mit Uber in Mumbai findest du unter diesem Link.

 

 

8. Mumbai Reisetipps zur Fortbewegung in der Stadt

 

Wenn du nicht stundenlang im Stau in Mumbai verbringen möchtest, dann lies meine Mumbai Reisetipps zum Transport in der Stadt.

Taxis gibt es in Mumbai reichlich, nur gut voran kommen sie nicht immer

 

 

Die naheliegendste Variante der Fortbewegung sind Taxis. In Mumbai gibt es sie wie Sand am Meer. Sie bergen jedoch das Risiko für Touristen, vom Taxifahrer übers Ohr gehauen zu werden. Auf einen vorher vereinbarten Festpreis solltest du dich daher eigentlich nicht einlassen, sondern stattdessen auf die Nutzung des Taxameters bestehen.

 

Ebenso haben sie den Nachteil, dass du mit ihnen im Stau steckenbleiben kannst. Das ist in Mumbai dann ein Problem, das sich nicht unbedingt innerhalb von zehn Minuten regelt. In Süd-Mumbai wirst du übrigens vergeblich nach Tuk Tuks suchen, da sie dort verboten sind.

 

Um Nachteile der regulären Taxis wie die Abzock-Gefahr oder Notwendigkeit von Bargeld abzumildern, solltest du einen Blick auf appbasierte Fahrdienst-Vermittler wie Uber, Grab oder Ola werfen. Insbesondere Uber ist eine mehr als gute Option in Mumbai.

 

Für 275 Rupien (etwa 3,60 €) kannst du dir das sog. Tourist-Ticket für die erste Klasse der Züge des Mumbai Suburban Railway Systems kaufen. Dieses erlaubt dir die Nutzung aller drei Suburban Bahnlinien (die sog. Locals) für einen ganzen Tag. Einen Netzplan findest du unter diesem Link.

 

Da Fahrten in der zweiten Klasse etwas für die erfahrenen Nutzer des Mumbaier Zugsystems ist und einem Überlebenskampf gleichkommen können, solltest du tatsächlich nur eine Reise in der ersten Klasse in Erwägung ziehen. Jährlich stirbt eine unglaubliche Anzahl von etwa 2.000 Menschen in den Locals. Die rot-gelb gestreiften Pfeiler oder Wände signalisieren dir die Bereiche, in denen die Waggons der ersten Klasse halten.

 

Auch in der ersten Klasse empfiehlt es sich, Fahrten zu den Rush Hour-Zeiten unbedingt zu vermeiden. Zwischen 8:30 und 10:30 Uhr solltest du daher keinen Fuß in einen Zug setzen, der sich auf den Weg in Richtung Süd-Mumbai macht. Von 17:30 bis 20:30 Uhr gilt dies für die entgegengesetzte Richtung.

 

Städtische Linienbusse sind für Touristenzwecke denkbar ungeeignet. Für ein paar hundert Rupien kannst du dich jedoch in einer Bus-Tour für Touristen vom Gateway of India aus zwischen den Mumbai Sehenswürdigkeiten hin und her kutschieren lassen.

 

Das ist allerdings so, als würdest du als Kapitän der Nationalmannschaft das WM-Finale wegen einer Gelbsperre verpassen. Am besten erkundet sich der Moloch Mumbai zu Fuß. Lass dich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit treiben. Nur so siehst und erlebst du die Details, die eine Reise nach Mumbai so lohnenswert machen.

 

Tipp für Fußgänger: Wenn du eine Straße wie ein Einheimischer überqueren möchtest, dann nimm dir einen solchen als Vorbild. Verhalte dich genau wie dein „Idol“, während du zeitgleich mit ihm die Straße deiner Wahl überquerst.

 

 

9. Mumbai Reisetipps zu den besten Vierteln für Unterkünfte in Mumbai

 

Die Wahl der richtigen Unterkunft in guter Lage ist in Mumbai besonders wichtig.

Es gibt einladende Villen in Mumbai

 

 

Bei deiner Unterkunftswahl solltest du immer bedenken, dass das Vorankommen in Mumbai wegen der teils gefährlichen Verkehrssituation nicht unproblematisch ist. Ein einfaches Metro-Fahren ist leider nicht möglich, sodass eine strategisch gute Lage deiner Unterkunft nahe der wichtigsten Mumbai Sehenswürdigkeiten Zeit und Nerven spart.

 

Die besten Viertel für Touristen dürften Marine Drive, Cuffe Parade, Fort, Churchgate und Colaba in Süd-Mumbai sein. Für Hotelbuchungen empfehle ich generell immer Booking.com.

 

Vom allgemein sehr preisgünstigen Indien wirst du bei deiner Hotelsuche in Mumbai jedoch wenig spüren. Die Quadratmeterpreise in der Bollywood-Stadt sind metropolentypisch hoch. Kein Wunder – Mumbai ist Indiens wohlhabendste und teuerste Stadt.

 

 

10. Verhaltenstipps für Indien – Trinkgeld, Handeln, Kleidungsstil etc.

 

In meinen Mumbai Reisetipps muss ich leider auch die Herren der Schöpfung darauf hinweisen, dass kurze Hosen in Indien als lächerlich gelten.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich in diesem Moment am Chowpatty Beach nach einer kurzen Hose sehne

 

 

Eine Reise nach Indien ist keine Städtereise nach Bielefeld. Im weit entfernten Indien gelten andere Gesetze als in der allseits beliebten Metropole Ostwestfalens. Beispiele für solch abweichende Gesetzmäßigkeiten sind folgende:

 

 

  • Berühre nicht mit der als unrein geltenden linken Hand das Essen. Stattdessen solltest du deine rechte Hand oder notfalls einen Löffel nutzen.

 

  • Frauen sollten sich eher konservativ kleiden und zu deutlichen Blickkontakt mit Männern meiden, um keine – wie soll ich sagen – „falschen Schlüsse“ zuzulassen.

 

  • Das Wetter ist warm und schwül in Mumbai, sodass ich mich ständig in eine kurze Hose hineinwünschte. Leider heißt es oftmals, dass man sich als Mann mit kurzer Hose in Indien lächerlich macht. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich noch der Realität in einer westlich geprägten indischen Metropole wie Mumbai entspricht. Ich konnte jedenfalls auch einige indische Herren der Schöpfung in kurzer Hose sichten.

 

  • Auf Märkten wie dem Crawford Market solltest du nur handeln, wenn du wirklich einen Kauf beabsichtigst.

 

  • Die Sache mit dem Trinkgeld ist relativ simpel: Im Restaurant solltest du fünf bis zehn Prozent Trinkgeld geben, es sei denn, auf der Rechnung ist bereits eine Service Charge aufgeführt. Taxifahrer freuen sich über ein Trinkgeld, erwarten es allerdings nicht, da es nicht üblich ist.

 

 

11. Abzocktricks, vor denen du dich in Mumbai in Acht nehmen solltest

 

Ehe du dich zur Erkundung der Mumbai Sehenswürdigkeiten aufmachst, solltest du dir einiger Abzocktricks bewusst sein. Die Tricks von Touristenabzockern, die ich in diesem Artikel über Abzocke in Sri Lanka beschrieben habe, wirst du auch in Indien wiederfinden können.

 

Generell erschien mir Mumbai im Vergleich zu Sri Lanka relativ harmlos, was die Anzahl von Touristenabzockern anging. Von den im genannten Artikel beschriebenen Tricks zur Touristenabzocke sind mir dennoch folgende direkt in Mumbai begegnet:

 

  • Mit einem netten Einheimischen einen trinken gehen: Einladungen zu Chai von zu versiert im Umgang mit Touristen agierenden Einheimischen lehnte ich sicherheitshalber ab. Wenn es dir allerdings egal ist, dass später du die überhöhte Rechnung zahlen sollst, dann genieße den köstlichen Tee und das informative Gespräch. Vor der University of Mumbai hatte sich auf diese Art ein vermeintlicher Student mit verspiegelter Sonnenbrille an mich herangemacht. Da er mich jedoch zum Brechen des Eises gut gemeint mit Harry „Nervensäge“ Potter verglich, war ich sowieso nicht für Chai-Trinken mit ihm zu begeistern.

 

  • Der Babytrick mit dem Milchpulver: Am Colaba Causeway trieb sich eine Truppe von Jungvätern mit Säuglingen auf dem Arm herum. Um zu verdeutlichen, dass sie auf der Suche nach Babynahrung waren, nuckelten sie an ihrem Daumen herum. Wahrscheinlich hätte ich ihnen überteuertes Milchpulver ausgeben dürfen.

 

  • Gespräche werden zu kostenpflichtigen Führungen: Eine Trinkpause mündete nach wenigen Sekunden in ein Gespräch, das wiederum während einer Slumtour hätte fortgeführt werden können. Nicht annehmen sollte man in diesem Fall, dass die Führung aus reiner Gastfreundschaft stattfindet und kostenlos ist. Wenn du Interesse hast, dann ist es ratsam, wenn du dich vor der Tour über einen Preis einigst.

 

 

Natürlich musst du neben den aufwendigeren Tricks zur Touristenabzocke auch auf stumpfen Diebstahl achten. Ich hatte zwar nie das Gefühl, dass meine Kamera, die für Millionen von Menschen in Mumbai einen schier unglaublichen Wert haben muss, in ernsthafter Gefahr war. Dennoch sagt man nicht umsonst, dass Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist.

 

Lass den Lehrmeister in mir zu dir sprechen, bevor du dich allzu sehr über solches Verhalten aufregst: Bedenke immer die Armut und Not, die ein solches Verhalten nahezu erzwingt.

 

 

12. Die wichtigsten Mumbai Sehenswürdigkeiten

 

Zu den Mumbai Reisetipps gehören natürlich auch Empfehlungen zu den wichtigsten Mumbai Sehenswürdigkeiten.

Unverzichtbar unter den Mumbai Sehenswürdigkeiten – der Victoria Terminus

 

 

Ein erster Überblick über die wichtigsten Mumbai Sehenswürdigkeiten:

 

  • Gateway of India
  • Taj Mahal Palace Hotel
  • Elephanta Höhlen
  • St. Thomas Cathedral
  • Victoria Terminus
  • Crawford Market
  • Rajabai Clock Tower & University of Mumbai
  • Marine Drive & Chowpatty Beach
  • Hanging Gardens
  • Gandhi-Museum
  • Altamount Road mit Antilia
  • Haji Ali Moschee
  • Colaba Causeway & Colaba Market
  • Dhobi Ghat Laundry
  • Global Vipassana Pagoda
  • Juhu Beach

 

 

Sowohl detaillierte Informationen zu den genannten Attraktionen als auch eine Karte findest du in meinem ausführlichen Artikel zu den wichtigsten Mumbai Sehenswürdigkeiten.

 

 

12+1.  Mumbai Essen und Trinken – Die besten (Streetfood-)Gerichte + Hygienetipps

 

Wenn du dich an ein paar Regeln aus meinen Mumbai Reisetipps hältst, dann steht dem Genuss von Streetfood nicht viel im Wege.

Unschlagbar: Alu Gobi (links) und Pav Bhaji

 

 

Essen und Getränke sind in Mumbai ein großer und günstiger Spaß. Restaurants für Einheimische sind dabei generell deutlich günstiger als Hotelbars und -restaurants.

 

Einige Regeln solltest du jedoch befolgen, um deine Zeit in Mumbai nicht mit dem berüchtigten „Dheli Belly“ kaputt zu machen:

 

 

  • Streetfood solltest du nur da essen, wo sich Schlangen bilden – hohe Verkaufszahlen sprechen für Qualität und Hygiene.

 

  • Rühr keine Getränke mit Eiswürfeln an.

 

  • Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit schwitzt Ottonormalverbraucher viel und sollte daher immer literweise Wasser dabeihaben. Indisches Leitungswasser sollte das jedoch auf keinen Fall sein. Leider stellt sich auch bei den allseits beliebten und empfehlenswerten Mango Lassis die Frage, ob neben Joghurt auch eventuell verunreinigtes Wasser verwendet wurde.

 

  • Nur gekochte und/oder geschälte Früchte bzw. Gemüsevarianten kommen für zarte europäische Mägen in Frage.

 

  • Scharfem Essen solltest du möglichst nicht aus dem Weg gehen, da es gut gegen Keime wirkt.

 

  • Auf rein vegetarische Restaurants/Imbisse wirst du häufiger stoßen, sodass ein fleischbedingtes Hygieneproblem gar nicht erst auftreten muss. Das „Lunch Home“ an der Nanabhai Moos Marg im südlichen Stadtteil Cuffe Parade war in dieser Hinsicht das Lokal meiner Wahl. Falls du also in der Nähe bist…

 

 

Gerichte, die du in Mumbai unbedingt probieren solltest, sind die typischen Streetfood-Snacks Pav Bhaji, Vada Pav, Bhel Puri und Pani Puri. Bombay Duck ist sicherlich nicht die schlechteste Wahl, wenn du dich in einem Restaurant niedergelassen hast.

 

Mumbai ist zudem ein Schmelztiegel für Menschen aus allen Regionen des gigantischen Indiens. Dosas aus Südindien sowie Alu Gobi aus dem Norden des Landes solltest du dir daher auch auf keinen Fall entgehen lassen.

 

Und was kann eigentlich an kochend-heißem Chai irgendwo im Wahnsinn von Mumbai falsch sein? Ich hoffe jedenfalls, dass dir diese Mumbai Reisetipps beim unbeschwerten Genuss deines Tees helfen.

 

 

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Bevor es auf nach Indien geht: Lies dir hier die wichtigsten Mumbai Reisetipps durch, dank derer deine Mumbai Reise zu einem unbeschwert tollen Erlebnis wird.

Die wichtigsten Mumbai Reisetipps

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